Der Halbleiterausrüster Süss MicroTec hat sein Führungsduo vorzeitig an Bord geholt – und zwar bis 2030. CEO Burkhardt Frick und CFO Dr. Cornelia Ballwießer bleiben dem Unternehmen deutlich länger erhalten als ursprünglich geplant. Die Botschaft des Aufsichtsrats ist eindeutig: Stabilität an der Spitze soll die ambitionierten Wachstumsziele absichern.

Die Fakten zur Vertragsverlängerung:

  • CEO Burkhardt Frick: Vertrag bis 31. Dezember 2030 (bisher 2026)
  • CFO Dr. Cornelia Ballwießer: Vertrag bis 30. Juni 2028
  • Beide im Amt seit 2023
  • Aufsichtsratsvorsitzender Dean betont Kontinuität für Strategieumsetzung

Vision 2030: Die Zielmarken

Mit der Bestätigung des Managements rücken die finanziellen Eckpfeiler für 2030 erneut in den Fokus. Das Unternehmen strebt einen Konzernumsatz zwischen 750 und 900 Millionen Euro an. Gleichzeitig soll die Bruttomarge auf 43 bis 45 Prozent steigen, während die EBIT-Marge zwischen 20 und 22 Prozent erreichen soll. Die Zahlen verdeutlichen den Anspruch, nicht nur zu wachsen, sondern dabei auch deutlich profitabler zu werden.

Aufsichtsratschef David Dean sieht in der langfristigen Bindung des Vorstands einen entscheidenden Faktor für die Umsetzung dieser Strategie. Die zeitliche Übereinstimmung der Verträge mit dem Zielhorizont 2030 ist dabei kein Zufall.

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Aktienkurs im Sog des schwachen TecDAX

Trotz der Nachricht zur Führungsebene kam die Aktie unter Druck. Am Montag schloss das Papier auf Xetra bei rund 47,26 Euro und verlor zeitweise über 2,8 Prozent. Der Rückgang erfolgte allerdings im Gleichschritt mit dem breiten Technologie-Markt: Der TecDAX gab am selben Tag massiv um 2,06 Prozent nach und zog Werte wie Siltronic oder Carl Zeiss Meditec mit nach unten.

Analysten bleiben optimistisch

Warburg Research bestätigte unmittelbar nach der Meldung die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 58 Euro. Analyst Malte Schaumann sieht die Vertragsverlängerungen als positives Signal, das exakt zur Vision 2030 passt. Zudem stuft er potenzielle Risiken durch US-Zölle für Süss MicroTec als moderat ein – eine Einschätzung, die angesichts geopolitischer Unsicherheiten Gewicht hat.

Unterstützung kommt auch aus dem Wettbewerbsumfeld: Der Konkurrent BESI meldete vorläufig einen Auftragsanstieg von 40 Prozent im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal. Dies deutet auf eine Belebung der Nachfrage im Halbleitersektor hin.

Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Kurs von rund 47 Euro und dem Analystenurteil von 58 Euro ist beträchtlich. Entscheidend wird nun, ob die Marke um 46 Euro als Unterstützung hält, während das Unternehmen die Grundlagen für die nächste Wachstumsphase legt.

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