Solana steht zur Wochenmitte unter besonderer Beobachtung. Ein neuer Gesetzesentwurf in den USA könnte die Kryptowährung regulatorisch auf eine Stufe mit Bitcoin und Ethereum stellen, während das Netzwerk gleichzeitig starkes Wachstum bei Stablecoins und realen Vermögenswerten zeigt. Die Marktstimmung bleibt dennoch verhalten – ein Spannungsfeld, das den Kurs derzeit prägt.

Kursbild und technische Lage

SOL notiert aktuell bei 145,58 US‑Dollar und hat sich in den vergangenen Wochen deutlich vom 52‑Wochen-Tief bei 119,47 US‑Dollar abgesetzt. Gleichzeitig liegt der Coin noch klar unter seinem Hoch, was den Charakter einer Erholungsbewegung in einem insgesamt volatilen Umfeld unterstreicht.

Charttechnisch konsolidiert Solana in einer wichtigen Zone. Marktbeobachter sehen eine Spanne um 135–145 US‑Dollar als kurzfristig entscheidend. Darunter gilt der Bereich 125–130 US‑Dollar als zentrale Unterstützungszone, in der in der Vergangenheit vermehrt Käufer aufgetreten sind. Auf der Oberseite werden 145–150 US‑Dollar als nächster Widerstandsbereich genannt, dessen Überwinden frische Aufwärtsdynamik freisetzen könnte.

Der RSI von 40,2 signalisiert derzeit keinen überhitzten Markt, sondern eher ein leicht abgekühltes, aber stabiles Umfeld. Dass der Kurs rund 10 % über dem 50‑Tage-Durchschnitt liegt, passt zu diesem Bild einer vorsichtigen Erholung.

Neue Weichen aus Washington

Den größten Impuls liefert aktuell die US-Politik. Der Bankenausschuss des Senats arbeitet an einem Entwurf mit dem Arbeitstitel „Digital Asset Market Clarity Act“. Kernpunkt: Große Kryptowährungen wie Solana, die bis zum 1. Januar 2026 als Basiswert in einem registrierten börsengehandelten Produkt (ETP) gelistet sind, sollen als „non-ancillary assets“ eingestuft werden.

Eine solche Einstufung würde die Offenlegungspflichten deutlich reduzieren und Solana rechtlich näher an Bitcoin und Ethereum heranrücken. Für professionelle Investoren wäre das ein wichtiger Schritt: Mehr Klarheit beim Rechtsstatus senkt regulatorische Hürden und erleichtert die Integration in bestehende Anlageprodukte und -prozesse.

Parallel dazu drängt das Solana Policy Institute auf klare Regeln der US-Börsenaufsicht SEC. Im Fokus steht die Abgrenzung von nicht verwahrenden DeFi-Entwicklern gegenüber zentralisierten Börsen. Aus Sicht des Ökosystems ist diese Trennung entscheidend, um Innovation zu ermöglichen, ohne in denselben Regulierungsrahmen wie zentralisierte Handelsplattformen zu fallen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solana?

Wachstum im Netzwerk: Stablecoins und RWA

Abseits der Regulierung zeigen die On-Chain-Daten ein dynamisches Netzwerk. Das Volumen der auf Solana emittierten Stablecoins ist im Januar 2026 auf 15 Milliarden US‑Dollar gestiegen. Das ist ein deutliches Signal, dass die Blockchain zunehmend als Infrastruktur für digitale Kapitalmärkte genutzt wird.

Auch der Bereich „Real World Assets“ (RWA) legt kräftig zu. Die auf Solana abgebildeten realen Vermögenswerte erreichen aktuell 873 Millionen US‑Dollar – ein Zuwachs von 325 % innerhalb eines Jahres. Das deutet darauf hin, dass mehr Projekte reale Assets wie Anleihen, Kredite oder andere Wertpapiere auf der Kette strukturieren und handeln.

Die Netzwerkaktivität untermauert dieses Wachstum: Solana verarbeitet weiterhin deutlich mehr tägliche Transaktionen als viele konkurrierende Chains. Das Volumen auf dezentralen Börsen (DEX) stieg in einer jüngeren Woche um 23 % auf über 35 Milliarden US‑Dollar. Das spricht für eine rege Nutzung sowohl durch Privatanleger als auch professionelle Marktteilnehmer.

Nicht alle Signale sind jedoch eindeutig positiv. Das Wachstum neuer Wallets hat sich von früheren Höchstständen entfernt. Das kann auf eine gewisse Abkühlung beim Zufluss ganz neuer Nutzer hindeuten, auch wenn bestehende Akteure das Netzwerk intensiver nutzen.

Institutionelles Interesse trotz „Fear“

Die Einschätzung der Marktteilnehmer wirkt zwiespältig. Der spezifische Crypto Fear and Greed Index für Solana zeigt mit einem Wert von 27 klar „Fear“ an. Viele Anleger agieren also vorsichtig, obwohl der Coin in den vergangenen 30 Tagen um über 12 % zugelegt hat.

Auf der anderen Seite deuten mehrere Faktoren auf zunehmendes institutionelles Interesse:
- Solana-ETFs verzeichnen stetige Zuflüsse,
- gleichzeitig fließt Kapital aus vergleichbaren Produkten auf Bitcoin und Ethereum ab,
- Firmen wie Sharps Technology starten in Kooperation mit Coinbase eigene Validatoren auf dem Netzwerk.

Ein weiterer Meilenstein ist der Antrag von Morgan Stanley für einen Spot-Solana-ETF. Große Traditionshäuser setzen solche Anträge in der Regel nur, wenn sie längerfristig Potenzial und Nachfrage sehen. Zusammen mit den geplanten regulatorischen Anpassungen verstärkt dies das Bild von Solana als ernstzunehmendem, institutionell anschlussfähigem Krypto-Asset.

Einordnung und Ausblick

Solana befindet sich aktuell in einer interessanten Schnittmenge aus politischem Rückenwind, starkem On-Chain-Wachstum und noch immer verhaltener Anlegerstimmung. Sollten der „Digital Asset Market Clarity Act“ und klare SEC-Regeln für DeFi-Entwickler tatsächlich kommen, könnte sich der derzeitige Status als „Fear“-Markt in ein strukturell freundlicheres Umfeld wandeln. Kurzfristig bleiben jedoch die genannten Kurszonen um 135–145 und 145–150 US‑Dollar sowie die weitere Entwicklung der Stablecoin- und RWA-Aktivität entscheidend dafür, ob sich der aktuelle Erholungstrend verfestigt.

Solana: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...