Solana steckt in einem ungewöhnlichen Spannungsfeld: Der Kurs hat in den vergangenen Tagen spürbar nachgegeben, gleichzeitig laufen die On-Chain-Daten und institutionellen Aktivitäten heiß. Vor allem der Start eines neuen Mobile-Tokens, Rekordwerte im Netzwerk und frische ETF-Zuflüsse zeichnen ein deutlich robusteres Bild, als es der Preis vermuten lässt. Im Kern steht damit die Frage, ob der Markt die jüngste Netzwerkdynamik schlicht noch nicht einpreist.

Kurs unter Druck, Fundamentaldaten stabil

Heute notiert Solana bei rund 127 US‑Dollar und damit klar unter seinem 52‑Wochen-Hoch, das im Oktober 2025 bei über 230 Dollar markiert wurde. Damit hat sich der Kurs innerhalb der letzten Woche deutlich abgeschwächt, bewegt sich aber noch in respektvollem Abstand zum jüngsten Jahrestief.

Charttechnisch verteidigt SOL eine wichtige Unterstützungszone um 124 Dollar, die den unteren Rand einer seit Ende 2025 laufenden „fallenden Keil“-Formation markiert. Auf der Oberseite liegen die nächsten Widerstände im Bereich der kurzfristigen gleitenden Durchschnitte, die derzeit oberhalb des aktuellen Niveaus verlaufen. Der RSI um 40 zeigt einen eher neutralen bis leicht angeschlagenen Markt, aber noch keine klare Übertreibung nach unten.

Trotz des schwächeren Kurses bleiben institutionelle Investoren aktiv. Solana-Spot-ETFs verzeichneten an den beiden Vortagen Nettozuflüsse in Millionenhöhe, wobei insbesondere ein Produkt von Fidelity hervorstach. Marktbeobachter werten dies als Hinweis darauf, dass größere Adressen den Rücksetzer zum Positionsaufbau nutzen. Ein zwischenzeitlicher Short Squeeze nach Schließung einer größeren Short-Position unterstreicht zudem den Kaufdruck an der Unterstützungszone.

On-Chain-Daten: Netzwerk zieht deutlich an

Parallel zur Kurskonsolidierung zeigt die Blockchain selbst ein Bild kräftigen Wachstums. Für Januar 2026 liegen mehrere Kennzahlen deutlich über den Vorperioden:

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  • Aktive Adressen: 27,1 Millionen, rund 56 % mehr als in der Vorwoche
  • Transaktionsvolumen: 515 Millionen Transaktionen pro Woche, deutlich über vergleichbaren Netzwerken wie BNB Chain
  • Staking-Quote: Rekordwert von 70 % des Angebots im Staking
  • DeFi-TVL: knapp 10 Milliarden US‑Dollar in Protokollen auf Solana gebunden

Diese Kombination aus mehr Nutzern, höherem Transaktionsaufkommen und steigender Staking-Quote deutet auf ein Netzwerk hin, das intensiv genutzt wird und bei dem viele Inhaber ihre Tokens langfristig binden. Gerade die hohe Staking-Rate reduziert das frei verfügbare Angebot und stützt damit tendenziell die Angebotsseite, auch wenn dies kurzfristige Handelbarkeit einschränkt. Der Anstieg des in DeFi gebundenen Kapitals spricht zudem für eine wachsende Breite des Ökosystems.

Neue Impulse aus dem Ökosystem

SKR-Token von Solana Mobile

Einen besonderen Akzent setzt heute der Start des SKR-Tokens von Solana Mobile. Rund 2 Milliarden SKR wurden an Nutzer des Seeker-Smartphones verteilt. Der Token legte unmittelbar nach Handelsbeginn um mehr als 40 % zu. Ziel des Projekts ist es, die mobile Infrastruktur stärker zu dezentralisieren und die Hardware-Nutzerbasis direkt zu incentivieren. Damit verknüpft Solana sein Ökosystem enger mit eigener Hardware und schafft zusätzliche Anreize, Anwendungen auf der Plattform zu nutzen.

35-Millionen-Fonds von Solayer

Mit Solayer kommt weiteres Kapital ins Spiel: Ein Fonds über 35 Millionen US‑Dollar soll speziell Entwickler unterstützen, die Echtzeit-Anwendungen auf Solana bauen. Im Fokus stehen hochfrequente, verbrauchernahe Apps, die die schnelle Finalität der Chain nutzen. Das stärkt Solanas Positionierung als Ausführungs-Ebene für Anwendungen mit großem Nutzeraufkommen und kurzen Bestätigungszeiten.

Brücke zu TradFi und Stablecoins

Auch auf der institutionellen und regulatorischen Seite gibt es Bewegung. Der Solana ETF/Volatility Shares Trust (SOLZ) hat heute eine Dividende von 0,0296 US‑Dollar je Anteilsschein angekündigt. Für einkommensorientierte Investoren ist das ein Schritt hin zu gereiften, ertragsorientierten Krypto-ETPs, die nicht nur auf Kursgewinne setzen.

Zusätzlichen Rückenwind bringt die geplante Stablecoin-Expansion: Western Union arbeitet an einem USD-Stablecoin (USDPT) auf Solana, der in der ersten Jahreshälfte 2026 starten soll. Für ein Unternehmen, das traditionell im globalen Zahlungsverkehr aktiv ist, ist die Wahl von Solana ein Signal für Vertrauen in Durchsatz und Stabilität der Infrastruktur. Für das Netzwerk selbst bedeutet das potenziell mehr Transaktionsvolumen und eine stärkere Verankerung im klassischen Remittancemarkt.

Einordnung und Ausblick

Die Marktstimmung rund um Solana ist aktuell am ehesten als verhalten optimistisch zu bewerten. Kurzfristig lastet ein risk-off-Umfeld auf dem Kurs, während der Blick in die Blockchain und in die ETF-Ströme auf ein anderes Bild hinweist: steigende Nutzung, höhere Kapitalbindung und wachsende institutionelle Beteiligung. Für die nächsten Handelstage bleiben vor allem zwei Marken entscheidend: Hält die Unterstützung um 124 Dollar, spricht das für anhaltende Nachfrage im aktuellen Bereich; ein Anstieg über die nahegelegenen Widerstände könnte ein Signal sein, dass sich der Kurs wieder stärker an der dynamischen Netzwerkentwicklung orientiert.

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