Siltronic zieht die Reißleine. Nach einem tiefroten Geschäftsjahr 2025 fällt die Dividende komplett weg, während der Vorstand für 2026 massive Investitionskürzungen ankündigt. Überraschenderweise reagiert der Markt am Freitag mit Kursgewinnen von knapp vier Prozent auf 55,50 Euro auf die Bestätigung der schwierigen Lage.

Millionenverlust belastet die Bilanz

Der am Donnerstagabend veröffentlichte Geschäftsbericht untermauert die angespannte Situation des Wafer-Herstellers. Im Jahr 2025 sank der Umsatz um knapp fünf Prozent auf rund 1,35 Milliarden Euro. Besonders schwer wiegt das Periodenergebnis: Nach einem Vorjahresgewinn rutschte Siltronic mit 77,9 Millionen Euro tief in die Verlustzone. Infolgedessen sieht die Strategie des Vorstands für das abgelaufene Jahr keine Ausschüttung an die Aktionäre vor.

Verantwortlich für den Rückgang sind vor allem ein schwächeres Volumen bei 200-mm-Wafern und der anhaltende Lagerbestandsabbau bei Kunden im Power-Segment. Während KI-Anwendungen die Nachfrage nach größeren 300-mm-Wafern stützen, bremsen Kapazitätsengpässe bei Kunden in anderen Bereichen die kurzfristige Erholung aus.

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Drastischer Sparkurs für 2026

Für das laufende Jahr stellt sich das Management auf eine Fortsetzung der Durststrecke ein. Der Umsatz wird voraussichtlich im mittleren einstelligen Prozentbereich unter dem Niveau von 2025 liegen. Um die finanzielle Stabilität zu sichern, kürzt Siltronic die Investitionsausgaben (Capex) deutlich auf eine Spanne zwischen 180 und 220 Millionen Euro. Im Vorjahr flossen noch 369 Millionen Euro in die Anlagen.

Anleger scheinen die schwachen Nachrichten bereits eingepreist zu haben. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 23,7 gilt das Papier technisch als stark überverkauft, was die heutige Gegenbewegung stützt. Dennoch bleibt die operative Lage schwierig, da planmäßige Abschreibungen auf neue Produktionslinien das Ergebnis massiv belasten. Der Vorstand rechnet hier mit einem Betrag von bis zu 520 Millionen Euro, wodurch das EBIT 2026 signifikant unter dem Vorjahreswert von minus 26 Millionen Euro liegen wird.

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