Der beispiellose Preisrutsch des Edelmetalls im März offenbart einen fundamentalen Wandel am Markt. Obwohl der Nahost-Konflikt weiter schwelt, hat Silber seine klassische Rolle als sicherer Hafen vorerst eingebüßt. Stattdessen diktiert die US-Notenbank mit ihrer restriktiven Zinspolitik das Geschehen und drängt geopolitische Risiken in den Hintergrund.

Zum Wochenstart verzeichnete der Kurs eine leichte Erholung auf rund 71 US-Dollar je Feinunze. Verantwortlich dafür sind diplomatische Signale aus Washington. US-Präsident Donald Trump verschob die Frist für ein Abkommen mit dem Iran bis zum 6. April und setzte geplante Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst aus. Teheran reagierte pragmatisch und ließ zehn Öltanker die Straße von Hormuz passieren, lehnte den 15-Punkte-Plan der USA in seiner jetzigen Form jedoch ab.

Fed-Politik erdrückt Krisenwährung

Diese diplomatische Atempause folgt auf den steilsten monatlichen Preisrückgang seit 45 Jahren. Nach einem kriegsbedingten Hoch von 97 Dollar Ende Februar brach Silber im März um über 20 Prozent ein. Der Auslöser war die Zinspolitik der US-Notenbank. Steigende Energiepreise im Zuge der Nahost-Krise heizten die Inflation erneut an, woraufhin die Fed ihre Zinssenkungserwartungen für 2026 auf nur noch einen Schritt reduzierte. Ein starker US-Dollar und kletternde Treasury-Renditen machten das zinslose Edelmetall für Anleger schlichtweg zu teuer.

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Strukturelles Defizit stützt langfristig

Abseits der kurzfristigen Verwerfungen durch Zinsen und Kriegsrhetorik bleibt das fundamentale Umfeld extrem angespannt. Der Markt verzeichnet das fünfte Defizitjahr in Folge, angetrieben durch einen massiven Nachfrageschub aus der Solarindustrie. Deren Bedarf kletterte seit 2016 von 80 auf inzwischen 200 Millionen Unzen. Da 70 Prozent der weltweiten Silberproduktion lediglich als Nebenprodukt anderer Metalle anfallen, können Minenbetreiber auf dieses Angebotsdefizit kaum mit schnellen Produktionssteigerungen reagieren.

Die weitere Preisentwicklung hängt nun maßgeblich von den kommenden US-Wirtschaftsdaten ab. Bis zum nächsten FOMC-Meeting Ende April definieren die neuen Inflations- und Beschäftigungszahlen, ob die Fed ihren restriktiven Kurs beibehält oder dem Edelmetall durch eine frühere Zinssenkung wieder mehr fundamentalen Spielraum gewährt.

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