Der Silberpreis durchlebt derzeit eine historische Achterbahnfahrt. Nach einem spektakulären Anstieg auf ein Allzeithoch von 93,75 US-Dollar pro Unze brach das Edelmetall binnen kürzester Zeit um über 7 Prozent ein. Auslöser: US-Präsident Donald Trump verzichtet vorerst auf umfassende Importzölle für kritische Mineralien – darunter auch Silber.

Die wichtigsten Fakten:
- Silber erreichte Mitte der Woche Rekordstand von 93,75 USD
- Rücksetzer auf zeitweise 86,25 USD nach Trumps Zoll-Entscheidung
- Wochenbilanz dennoch über 10% im Plus
- Seit Jahresbeginn 2026: Zuwachs von rund 25%
- Jahresperformance 2025: Plus von etwa 200%

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Zollentscheidung verändert Spielregeln

Am 14. Januar überraschte Trump die Märkte. Statt pauschaler Importzölle kündigte er bilaterale Verhandlungen und Preisuntergrenzen an. Die Reaktion am Silbermarkt fiel heftig aus – doch die Erholung folgte prompt. Binnen weniger Handelsstunden kletterte das Edelmetall von seinem Tagestief zurück auf etwa 90 US-Dollar.

Der neue Ansatz deutet auf gezieltere Handelspolitik hin. Innerhalb der nächsten 180 Tage soll eine finale Entscheidung über mögliche Zölle auf kritische Mineralien fallen. Bis dahin bleibt Silber auf der Liste potenzieller Zollziele.

Privatanleger im Kaufrausch

Hinter der Rallye steckt massives Privatanleger-Engagement. Laut Vanda Research flossen allein in den vergangenen 30 Tagen 921,8 Millionen US-Dollar in silbergedeckte ETFs wie den iShares Silver Trust. Besonders bemerkenswert: Der ETF verzeichnete 169 aufeinanderfolgende Tage mit Zuflüssen – ein absoluter Rekord, der selbst den "Silver Squeeze" von 2021 in den Schatten stellt.

Die Zahlen belegen einen Paradigmenwechsel. Kleinanleger behandeln Silber nicht länger als kurzfristige Spekulation, sondern als strategische Makro-Position.

Angebotsknappheit bleibt Thema

Die fundamentalen Faktoren sprechen weiter für steigende Preise. In den Comex-Lagerhäusern in New York liegen zwar rund 434 Millionen Unzen – etwa 100 Millionen mehr als vor einem Jahr. Doch chinesische Exportbeschränkungen vom Dezember 2025 verschärfen die globale Knappheit erheblich. In Shanghai werden derzeit Aufschläge von etwa 10 US-Dollar über dem Spotpreis gezahlt.

Die industrielle Nachfrage stützt den Markt zusätzlich. Solarpaneele, Elektrofahrzeuge, KI-Technologie und medizinische Geräte benötigen das Edelmetall zwingend. Allerdings warnen Analysten: Bei den aktuellen Preisniveaus könnten Industriekunden beginnen, Alternativen zu suchen. Chinesische Solarhersteller wie Longi Green Energy und Jinko Solar erwägen bereits den Umstieg auf günstigere Basismetalle.

Dünne Liquidität treibt Volatilität

Der Silbermarkt zeigt derzeit extreme Ausschläge. Viele Preisbewegungen spiegeln erzwungene Flows, Margin-Dynamiken und Short-Covering wider – keine echte Preisfindung durch Angebot und Nachfrage. Die dünne Liquidität macht das Edelmetall anfällig für heftige Schwankungen.

Die nächsten 180 Tage werden entscheidend. Bis zur finalen Zollentscheidung bleibt die Unsicherheit hoch. Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von über 66 Prozent müssen Anleger mit weiteren Kurskapriolen rechnen. Der aktuelle RSI von 62 deutet auf einen überkauften, aber noch nicht kritischen Bereich hin.

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