Silber: Rallye vor neuer Dimension?
Die geopolitische Großwetterlage verschiebt sich – und Silber profitiert massiv. Der Preis kletterte auf über 78 US-Dollar je Feinunze, nachdem die US-Intervention in Venezuela eine Flucht in sichere Häfen auslöste. Doch das ist nur ein Teil der Geschichte. Dahinter steht ein strukturelles Problem, das die Märkte noch länger beschäftigen dürfte: Chinas Griff nach den globalen Silberströmen verschärft ein ohnehin kritisches Angebotsdefizit.
Die wichtigsten Preistreiber auf einen Blick:
- China kontrolliert nun 60-70% des weltweit raffinierten Silbers durch neue Exportkontrollen
- Strukturelles Defizit von geschätzt 118-149 Millionen Unzen für 2025
- Robuste Industrienachfrage aus Solar-, Elektronik- und E-Fahrzeugsektor
- Erwartete Fed-Zinssenkungen machen zinsloses Edelmetall attraktiver
Venezuela-Krise löst Safe-Haven-Bewegung aus
Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch US-Behörden am Wochenende hat die geopolitischen Risiken sprunghaft erhöht. Präsident Trump kündigte an, die USA würden Venezuela "führen", bis ein geordneter politischer Übergang vollzogen sei. Die Märkte reagierten prompt: Silber legte am Montag knapp 4 Prozent zu.
Die Dynamik setzt sich fort. Aktuell notiert das Edelmetall über 78 US-Dollar – ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss bei 76,51 US-Dollar. Binnen Monatsfrist summiert sich der Gewinn auf beachtliche 35 Prozent. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2025 verzeichnete Silber einen Anstieg von rund 150 Prozent und ließ damit selbst Gold (plus 64 Prozent) deutlich hinter sich.
China dreht den Hahn zu
Zum Jahresbeginn 2026 verschärfte Peking die Exportkontrollen für Edelmetalle drastisch. Silber wurde als strategische Ressource eingestuft und unterliegt seither einer staatlichen Lizenzierung. Lediglich 44 Unternehmen erhielten die Genehmigung für Silberausfuhren in den Jahren 2026 und 2027.
Die Folge: China kontrolliert faktisch 60 bis 70 Prozent des weltweit gehandelten raffinierten Silbers. Dieser massive Eingriff in die Lieferketten trifft auf eine ohnehin angespannte Angebotssituation. Die Minenproduktion stagniert, während die industrielle Nachfrage aus dem Solarsektor, der Elektronikbranche und dem E-Fahrzeugbau kontinuierlich steigt.
Physische Knappheit wird sichtbar
In asiatischen Märkten mehren sich die Zeichen physischer Engpässe. In China und Indien werden erstmals seit zwei Monaten wieder Prämien auf physisches Silber gezahlt. Auch die Terminmärkte signalisieren unmittelbare Knappheit: Nahe Kontrakte notieren teurer als spätere – ein Phänomen, das Händler als Backwardation bezeichnen.
Das strukturelle Defizit für 2025 wird auf 118 bis 149 Millionen Unzen geschätzt. Die USA haben Silber mittlerweile als kritischen Rohstoff eingestuft – ein Indiz für die strategische Bedeutung des Metalls jenseits seiner Rolle als Wertaufbewahrungsmittel.
Fed-Entscheidungen im Blick
Marktteilnehmer rechnen mit mindestens zwei Zinssenkungen der Federal Reserve im laufenden Jahr. Protokolle der FOMC-Sitzung vom Dezember zeigten eine wachsende Offenheit für Lockerungen, sofern die Inflation weiter nachlässt. Niedrigere Zinsen erhöhen die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls.
Der US-Dollar-Index notiert bei etwa 98,25 Punkten und zeigt leichte Schwäche – ein weiterer Rückenwind für Silber. Am Freitag richtet sich der Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht, der weitere Hinweise auf die geldpolitische Ausrichtung der Fed liefern dürfte. Mit einem Allzeithoch von 83,62 US-Dollar Ende Dezember 2025 im Rücken bleibt die Frage, wie weit die Rally noch trägt.
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