Vom Allzeithoch in den Abgrund – und wieder zurück. Silber erlebt am Dienstag eine dramatische Gegenbewegung, nachdem das Edelmetall innerhalb weniger Tage fast 40 Prozent seines Wertes verloren hatte. Die Notierungen klettern zeitweise um bis zu 11 Prozent auf rund 88 US-Dollar je Feinunze. Doch was steckt hinter dem beispiellosen Absturz – und ist die Erholung nachhaltig?

Die Fakten im Überblick:

  • Silber fiel von über 121 US-Dollar (Donnerstag) auf ein Tief von 71 US-Dollar (Montag)
  • Am Dienstag Gewinne zwischen 9 und 11 Prozent
  • CME Group erhöhte Margin-Anforderungen von 11 auf 15 Prozent
  • Ähnliche Bewegung bei Gold: plus 6 Prozent nach 20-prozentigem Einbruch

Die Auslöser des Flash-Crashs

Drei Faktoren trieben das Edelmetall in die Tiefe. Die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen US-Notenbankchef durch Donald Trump löste Unsicherheit über die künftige Zinspolitik aus. Berenberg spricht von einer "Kettenreaktion", die eine Verkaufswelle auslöste.

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Verschärft wurde die Situation durch die Reaktion der CME Group. Die Börse erhöhte die Margin-Anforderungen für Silber-Futures um vier Prozentpunkte – eine Maßnahme, die zahlreiche spekulative Händler zur Glattstellung ihrer Positionen zwang. Nach einer Rallye von 46 Prozent seit Jahresbeginn war der Markt technisch überkauft. Massive Gewinnmitnahmen waren die Folge.

Technische Gegenbewegung dominiert

Analysten von Swissquote sehen in der aktuellen Erholung primär eine technische Reaktion. Das Unterschreiten der 50-Tage-Linie am Montag habe neues Kaufinteresse geweckt. Die UBS stuft den Einbruch als zyklische Korrektur einer überdehnten Aufwärtsbewegung ein – der langfristige Aufwärtstrend bleibe intakt.

Am Markt kursieren zudem Gerüchte über Großbanken, die die gefallenen Kurse zum Schließen von Short-Positionen genutzt haben könnten. Belege für Marktmanipulationen liegen nicht vor.

Hohe Volatilität bleibt bestehen

Die Stabilisierung am Dienstag täuscht nicht über die angespannte Marktlage hinweg. Pepperstone-Strategen warnen vor anhaltender Unberechenbarkeit. Bemerkenswert: Industriemetalle wie Kupfer blieben vom Crash weitgehend verschont. Der Silbermarkt sucht nach dem massiven "Leverage Shakeout" noch eine neue Balance – Anleger müssen mit weiteren heftigen Schwankungen rechnen.

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