Silber: Chaos zum Jahresstart
Der Silbermarkt startet mit einer beispiellosen Zuspitzung ins neue Jahr. Während China ab heute den Export des strategischen Metalls massiv einschränkt, haben Börsenaufseher den Terminmarkt durch drastisch erhöhte Sicherheitsleistungen unter Druck gesetzt. Das Ergebnis: Ein Preis, der die physische Realität nicht mehr abbildet.
Die Eckdaten der aktuellen Situation:
* Silberpreis bei rund 71 US-Dollar – Rückgang von knapp 84 US-Dollar binnen Tagen
* CME erhöht Margin-Anforderungen um bis zu 50 Prozent auf 32.500 US-Dollar
* Chinas neue Exportkontrollen seit 1. Januar 2026 in Kraft
* COMEX-Lagerbestände fallen auf Jahrzehntief nach Rekordabflüssen
Regulierer drehen die Schraube an
Die CME Group hat die Sicherheitsleistungen für Silber-Futures drastisch angehoben. Stark gehebelte Händler mussten daraufhin innerhalb kürzester Zeit ihre Positionen auflösen, um die höheren Margins zu erfüllen. Diese Zwangsliquidierungen lösten eine Verkaufswelle aus, die den Preis binnen weniger Tage um rund 13 Dollar drückte.
Hintergrund ist die Sorge vor einem unkontrollierten Short Squeeze. Nach einem Preisanstieg von über 150 Prozent im Jahr 2025 standen mehrere Großbanken mit massiven Short-Positionen unter existenziellem Druck. Der regulatorische Eingriff stabilisierte zwar das System, schuf aber eine wachsende Kluft zwischen Papiermarkt und physischer Verfügbarkeit.
Peking sichert sich strategische Kontrolle
Zeitgleich treten heute die neuen chinesischen Exportbeschränkungen in Kraft. Nur noch 44 ausgewählte Unternehmen dürfen bis Ende 2027 Silber ausführen. Das Metall wurde offiziell als strategisches Material klassifiziert – eine Einstufung, die bislang vor allem Seltenen Erden vorbehalten war.
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Die Dimension wird durch Chinas Marktstellung deutlich: Das Land kontrolliert 60 bis 70 Prozent der weltweiten Silber-Raffination. Mit dem Lizenzsystem behält sich Peking die vollständige Kontrolle über die Exportmenge vor, um die heimische Industrie – insbesondere Solar- und Batterieproduktion – zu priorisieren.
Physische Bestände unter extremem Druck
An der COMEX wurden allein in den letzten vier Handelstagen des Dezembers über 47,6 Millionen Unzen zur physischen Auslieferung angefordert. Das entspricht mehr als 60 Prozent des registrierten Inventars. Die Lagerbestände sind damit auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gefallen.
Diese Bewegung zeigt: Großinvestoren verlassen sich nicht mehr auf Papier-Versprechen, sondern sichern sich das Metall physisch. Der massive Abfluss erfolgt genau zu dem Zeitpunkt, an dem Chinas Exportrestriktionen die Verfügbarkeit weiter einschränken.
Markt in der Zerreißprobe
Der aktuelle Kurs von rund 71 US-Dollar spiegelt primär die erzwungenen Verkäufe am Terminmarkt wider. Die fundamentale Lage – schrumpfende Lagerbestände, geopolitische Kontrollmaßnahmen und steigende industrielle Nachfrage – steht dazu im krassen Gegensatz. Analysten halten mittelfristig Niveaus zwischen 90 und 110 US-Dollar für realistisch, sobald sich der regulatorische Druck löst und die Angebotsverknappung auf den Preis durchschlägt. Der 1. Januar 2026 markiert einen Wendepunkt: Silber entwickelt sich vom Handelsprodukt zur geopolitisch umkämpften Ressource.
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