Siemens Healthineers Aktie: Zoll-Schock belastet
Siemens Healthineers droht 2026 ein deutlich geringerer Gewinn als im Vorjahr. Der Grund: explodierende Zollkosten. Das Management rechnet mit einer Verdopplung der Belastung auf 400 Millionen Euro – und das drückt massiv auf die Erträge. Die Aktie reagierte bereits mit einem technischen Verkaufssignal zum Jahresstart.
Die wichtigsten Fakten:
- Zollkosten steigen von 200 Millionen auf 400 Millionen Euro
- Gewinnprognose 2026: 2,20-2,40 Euro je Aktie (Vorjahr: 2,39 Euro)
- Währungseffekte belasten zusätzlich mit 0,15 Euro pro Aktie
- Aktie durchbricht 50-Tage-Linie bei 44,10 Euro
Doppelte Zollbelastung trifft Ergebnis
Die Dimensionen sind beachtlich: Allein die Zölle drücken den Gewinn je Aktie um rund 0,15 Euro. Hinzu kommen weitere 0,15 Euro durch den starken Euro, der das US-Geschäft belastet. Zusammen fressen diese beiden Faktoren nahezu die gesamte organische Gewinnsteigerung auf.
Bei der Vorlage der Q4-Zahlen im November hatte CEO Bernd Montag eingeräumt, dass sich die Rahmenbedingungen deutlich verschlechtert haben. Die neue Prognose liegt mit 2,20 bis 2,40 Euro je Aktie am unteren Ende der bisherigen Erwartungen. Im Vorjahr waren noch 2,39 Euro erzielt worden.
Neue Strategie auf chronische Krankheiten fokussiert
Parallel zur enttäuschenden Prognose stellte der Medizintechnik-Konzern auf dem Capital Markets Day eine strategische Neuausrichtung vor. Unter dem Titel "Elevating Health Globally" konzentriert sich das Unternehmen künftig auf vier nicht-übertragbare Erkrankungen: Schlaganfall, Krebs, Herz-Kreislauf- und neurodegenerative Erkrankungen.
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Für den Zeitraum 2027 bis 2030 peilt Siemens Healthineers ein jährliches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent an. Das Segment Imaging & Precision Therapy soll dabei mit 6 bis 9 Prozent das Wachstum treiben. Der Gewinn je Aktie soll zweistellig zulegen.
Technischer Abwärtstrend intakt
Charttechnisch steht die Aktie unter Druck. Seit Anfang November läuft ein Abwärtstrend, der mittlerweile ein Minus von gut 9 Prozent summiert hat. Zum Jahresstart 2026 unterschritt der Kurs die 50-Tage-Linie – ein klassisches Verkaufssignal. Mit 44,50 Euro zum Jahresende notiert die Aktie etwa 24 Prozent unter dem Jahreshoch von 58,48 Euro.
Das Management hält trotz der Schwäche am Aktienrückkaufprogramm fest. Bis Januar 2026 sollen insgesamt 350 Millionen Euro in eigene Anteile fließen. Bislang wurden über 7,5 Millionen Aktien zu einem Durchschnittskurs von 46,56 Euro zurückgekauft – deutlich über dem aktuellen Niveau.
Die Hauptversammlung am 5. Februar 2026 soll eine leicht erhöhte Dividende von 1,00 Euro je Aktie beschließen. Ob die neuen strategischen Ziele und das mittelfristige Wachstumsversprechen ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich zeigen müssen.
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