Siemens Healthineers Aktie: Warnung ignoriert
Anleger bei Siemens Healthineers zeigen sich derzeit unbeeindruckt von Experten-Skepsis. Während die Deutsche Bank vor einem zähen Übergangsjahr warnt, klettert der Kurs im freundlichen Marktumfeld einfach weiter. Die entscheidende Frage lautet nun: Ist der aktuelle Optimismus verfrüht oder sind die Analysten zu pessimistisch?
- Analysten-Votum: Deutsche Bank bestätigt "Hold"
- Kursziel erreicht: Notierung klettert über 46 Euro
- Hoffnungsträger: Neue Einsatzgebiete für Varian-Technik
Deutsche Bank tritt auf die Bremse
Mitten in die jüngste Aufwärtsbewegung hinein veröffentlichte Deutsche Bank Research eine dämpfende Einschätzung. Analyst Falko Friedrichs bestätigte gestern sein "Hold"-Votum und fixierte das Kursziel auf 46 Euro. Die Begründung für die Zurückhaltung ist fundamentaler Natur: Das Jahr 2026 wird explizit als "Übergangsjahr" charakterisiert, wobei die Experten einen eher langsamen Start in das erste Quartal 2025/26 erwarten.
Zusätzlich drückt ein strukturelles Problem auf die Stimmung: Die bekannte Absicht der Muttergesellschaft Siemens AG, ihre Beteiligung an der Healthineers-Sparte weiter zu reduzieren, schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Kurs. Dieser potenzielle Angebotsüberhang hält viele institutionelle Investoren davon ab, aggressiv Positionen aufzubauen.
Markt läuft gegen den Widerstand
Den Markt kümmert diese skeptische Haltung derzeit wenig. Getrieben von sinkenden Inflationsdaten und einer allgemeinen DAX-Euphorie ignorieren Anleger die Warnungen. Mit einem Schlusskurs von 46,10 Euro am Dienstag notiert die Aktie bereits leicht oberhalb des von der Deutschen Bank ausgegebenen Kursziels.
Auch die technische Lage hat sich aufgehellt, bleibt aber herausfordernd. Der Titel konnte sich zwar knapp 5 Prozent vom 50-Tage-Durchschnitt (43,93 Euro) nach oben absetzen, läuft nun aber in eine entscheidende Zone. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 46,30 Euro fungiert als massiver Widerstand. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke wäre ein starkes Signal gegen die fundamentale Skepsis der Analysten.
Operative Fantasie bei Varian
Abseits der Finanzmathematik liefert die Sparte Varian operative Argumente für die Optimisten. Auf der Fachtagung ASTRO 2025 wurden vielversprechende Forschungsergebnisse zur Strahlentherapie jenseits der Krebsbehandlung vorgestellt. Der Fokus liegt hierbei auf der Behandlung von Alzheimer, essentiellem Tremor oder medizinisch refraktärer Arthrose. Da bereits heute etwa ein Drittel der Strahlentherapie-Patienten in Deutschland wegen gutartiger Erkrankungen behandelt wird, erschließt sich der Konzern hier einen Wachstumsmarkt, der die Abhängigkeit von zyklischen Klinik-Investitionen mittelfristig abfedern könnte.
Die aktuelle Situation spitzt sich somit auf ein Kräftemessen zu. Das technische Momentum hat die fundamentalen Bedenken der Deutschen Bank vorerst überlagert. Ob die Einstufung als bloßes "Übergangsjahr" gerechtfertigt ist oder der Markt die operative Stärke richtig antizipiert, wird sich spätestens am 05. Februar 2026 zeigen, wenn der Konzern seine Quartalszahlen vorlegt. Bis dahin bleibt der Kampf um die 200-Tage-Linie bei 46,30 Euro der wichtigste Richtungsgeber.
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