Die Aktie des Medizintechnikkonzerns steht aktuell spürbar unter Druck, doch Analysten werten das niedrige Niveau zunehmend als Chance. Während der Markt defensive Töne anschlägt, verweist die Privatbank Berenberg auf eine fundamentale Unterbewertung, die historische Ausmaße angenommen hat. Investoren stehen nun vor der Entscheidung: Handelt es sich um ein fallendes Messer oder eine günstige Gelegenheit vor den anstehenden Zahlen?

  • Analysten-Votum: Berenberg bestätigt "Buy" mit Kursziel 54 Euro.
  • Marktlage: Bewertung auf Mehrjahrestiefs trotz intakter Wachstumsstory.
  • Kommender Impuls: Quartalszahlen am 5. Februar werden richtungsweisend.

Klares Votum trotz Kursrutsch

Trotz der jüngsten Schwäche, die den Kurs auf 43,52 Euro gedrückt hat, bekräftigt die Privatbank Berenberg ihre positive Haltung. Analyst Sam England bestätigte am Freitag die Einstufung auf "Buy" und sieht das Kursziel weiterhin bei 54 Euro. Diese Einschätzung impliziert ein theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 24 Prozent vom aktuellen Niveau.

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Die Diskrepanz zwischen der Marktstimmung und der fundamentalen Einschätzung ist auffällig. Mit einem Rückgang von über 16 Prozent in den letzten 30 Tagen spiegelt der Chart eine massive Skepsis wider. Analysten interpretieren diesen Abverkauf jedoch zunehmend als Übertreibung, da die Bewertungen im Sektor auf mehrjährigen Tiefstständen notieren. Wer bereit ist, kurzfristige Volatilität auszublenden, könnte hier mittelfristig attraktive Chancen vorfinden.

Belastungsfaktoren und Lichtblicke

Der Pessimismus am Markt kommt nicht von ungefähr. Das vergangene Jahr war für den gesamten Medizintechnik- und Life-Sciences-Sektor herausfordernd, und viele dieser Probleme reichen bis ins Jahr 2026. Als Hauptbelastungsfaktoren gelten:

  • Anhaltende Unsicherheiten bezüglich der US-Gesundheitspolitik.
  • Das schwächelnde Wirtschaftswachstum im wichtigen Markt China.
  • Allgemeine konjunkturelle Bremsspuren.

Dennoch gibt es erste Anzeichen einer Bodenbildung. Die Analyse von Berenberg identifiziert zarte Erholungszeichen, insbesondere im Life-Sciences-Segment. Auch operativ setzt Siemens Healthineers Akzente, etwa durch das jüngst vereinbarte Co-Marketing-Abkommen mit Avanos Medical im Bereich der Schmerztherapie. Solche strategischen Schritte sollen die Marktposition in einem Umfeld festigen, dem bis 2031 stabile Wachstumsraten prognostiziert werden.

Spannung vor den Quartalszahlen

Alle Augen richten sich nun auf den 5. Februar 2026. An diesem Datum wird der Konzern die Bücher für das erste Quartal öffnen. Diese Zahlen werden der entscheidende Realitätscheck für die These der Unterbewertung sein. Investoren werden genau prüfen, ob sich die von Experten zitierten Erholungstendenzen bereits in den Margen niederschlagen oder ob die Sektorschwäche die Bilanz weiterhin dominiert. Bis zu diesem Termin dürfte die Aktie volatil bleiben, wobei die Marke von 54 Euro als klares Ziel der Optimisten im Raum steht.

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