Die Lücke zwischen operativem Fortschritt und aktueller Kursentwicklung könnte kaum größer sein. Während das Papier nahe dem Jahrestief notiert, meldet der Medizintechnik-Konzern am Wochenende gleich zwei strategische Erfolge. Helfen die Expansion in Irland und eine frische US-Zulassung der Aktie endlich auf die Sprünge?

Die Fakten im Überblick:

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  • Standort-Ausbau: Über 10 Mio. Euro Investition in Swords, Irland.
  • Fokus: Forschung an Immunoassay-Instrumenten (Atellica).
  • US-Erfolg: FDA-Zulassung für neuen PET/MR-Scanner erhalten.
  • Analysten-Konsens: Kursziele deutlich über aktuellem Niveau.

Investition in die Zukunft

Der Konzern nutzt den Sonntag für eine klare Zukunftsaussage: In Swords, Irland, wurde offiziell ein neues „Centre of Excellence“ für Forschung und Entwicklung eröffnet. Über 10 Millionen Euro fließen in den Standort, an dem 65 neue Arbeitsplätze für hochqualifizierte Fachkräfte entstanden sind.

Inhaltlich konzentriert sich das Zentrum auf die Weiterentwicklung von Immunoassay-Instrumenten. Besonders die strategisch wichtige Atellica-Plattform steht hier im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Diagnosemöglichkeiten bei Infektionskrankheiten, Krebs und Bluterkrankungen weiter zu präzisieren – ein Wachstumsmarkt, den Siemens Healthineers konsequent besetzt.

Grünes Licht aus den USA

Parallel zur physischen Expansion in Europa gelang ein wichtiger Schritt auf dem entscheidenden US-Markt. Die dortige Gesundheitsbehörde FDA erteilte die Zulassung („Clearance“) für den „Biograph One“ PET/MR-Scanner der zweiten Generation.

Diese Technologie kombiniert Positronen-Emissions-Tomographie mit Magnetresonanztomographie und zielt auf das High-End-Segment der bildgebenden Diagnostik ab. Die behördliche Freigabe ist die Voraussetzung, um die neueste Gerätegeneration in den amerikanischen Kliniken zu platzieren.

Experten sehen Unterbewertung

An der Börse spiegeln sich diese operativen Fortschritte bislang nicht wider. Mit einem Schlusskurs von 42,17 Euro am Freitag notiert der Titel fast 27 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch und bewegt sich gefährlich nahe an der Tiefstmarke von 40,85 Euro. Seit Jahresanfang verlor das Papier bereits über 4 Prozent an Wert.

Im Kontrast dazu steht die Einschätzung der Analysten, die im aktuellen Kursniveau offenbar eine Übertreibung nach unten sehen. JP Morgan stuft die Aktie mit „Overweight“ und einem ambitionierten Kursziel von 61,30 Euro ein. Auch RBC („Outperform“, 55 Euro) und Berenberg („Buy“, 54 Euro) sehen massives Aufholpotenzial. Selbst die zurückhaltendere UBS sieht den fairen Wert bei 51 Euro deutlich über dem aktuellen Kurs.

Die Diskrepanz zwischen der aktuellen Bewertung und den Analystenzielen ist auffällig. Mit den neuen Kapazitäten in Irland und der US-Zulassung liefert das Management die fundamentalen Argumente für eine Bodenbildung, nun muss der Markt diese Impulse nur noch aufgreifen.

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