Siemens gibt die Kontrollmehrheit an seiner Medizintechnik-Tochter auf – ein beispielloser Schritt in der Unternehmensgeschichte. Während Vorstand und Aufsichtsrat den Plan bereits gebilligt haben, rund 30 Prozent der Healthineers-Aktien direkt an Siemens-Aktionäre abzuspalten, zeigt das operative Geschäft ein zweigeteiltes Bild. Auf der Morgan Stanley European Healthcare Conference rückte die strategische Neuausrichtung in den Fokus.

Abspaltung schafft eigenständigen Player

Der Mutterkonzern Siemens AG bereitet sich darauf vor, Healthineers mittelfristig nur noch als reine Finanzbeteiligung zu halten. Die geplante Abspaltung würde den Streubesitz deutlich erhöhen und das Unternehmen als eigenständigen Medizintechnik-Spezialisten positionieren. Hauptversammlungen und regulatorische Freigaben stehen allerdings noch aus. Konkrete Details zu Zeitplan und Struktur sollen Anfang des zweiten Quartals folgen.

Ein wichtiger Meilenstein ist bereits erreicht: Moody's vergab ein Investment-Grade-Rating, das die finanzielle Stärke und Eigenständigkeit des Unternehmens unterstreicht. Parallel laufen Vorbereitungen für den Trennungsvertrag und die Refinanzierung.

Imaging wächst, Diagnostik schwächelt

Im ersten Quartal 2026 steigerte Siemens Healthineers den Umsatz um 3,8 Prozent. Die Segmente Imaging und Precision Therapy lieferten solide Beiträge, während die bereinigte EBIT-Marge um 200 Basispunkte auf 15 Prozent zulegte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie blieb mit 0,49 Euro stabil.

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Gegenwind kam aus dem Diagnostikgeschäft, das um 3 Prozent zurückging. Hauptverantwortlich: anhaltende Schwierigkeiten auf dem chinesischen Markt. Für das zweite Quartal stellt das Management ein Umsatzwachstum unterhalb der bisherigen Spanne von 5 bis 6 Prozent in Aussicht – erneut belastet durch China. Trotzdem hält das Unternehmen an seiner Jahresprognose fest und zeigt sich optimistisch für das mittelfristige Wachstumsziel von 5 Prozent in China zwischen 2027 und 2030.

Zölle belasten mit 500 Millionen Euro

Externe Faktoren setzen zusätzlich unter Druck: Der CFO beziffert den negativen Effekt aus US-Zöllen im laufenden Geschäftsjahr auf bis zu 500 Millionen Euro. Dazu kommt der starke Euro, der Auslandserlöse in der Berichtswährung schmälert. Diese Kombination kann die Marge belasten, selbst wenn das operative Geschäft Wachstum liefert.

Am 7. Mai 2026 folgen die Quartalszahlen für das zweite Quartal. Bis dahin dürften die konkreten Mechanismen der Abspaltung als primärer Kurstreiber gelten. Der Titel notiert aktuell bei 40,74 Euro und bewegt sich damit nahe am 52-Wochen-Tief.

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