Siemens Energy Aktie: Überhitzung droht
Der Energiekonzern reitet weiter auf der Erfolgswelle und sichert sich einen strategisch wichtigen Auftrag im boomenden Markt für KI-Rechenzentren. Doch während die fundamentale Story durch neue Milliarden-Deals untermauert wird, leuchten die charttechnischen Warnlampen hellrot auf. Anleger stehen vor einem Dilemma: Rechtfertigt das operative Wachstum die mittlerweile extrem sportliche Bewertung?
Milliarden-Deal für die KI-Zukunft
Der Anlagenbauer festigt seine Position als Schlüssellieferant für die digitale Infrastruktur. In einer Partnerschaft mit Babcock & Wilcox (B&W) wird Siemens Energy die Stromversorgung für die "AI Factory" von Applied Digital sicherstellen. Das Projekt umfasst eine gewaltige Kapazität von einem Gigawatt.
Die Eckdaten des Auftrags:
* Umfang: Vier Kraftwerke mit je 300 Megawatt Leistung.
* Technologie: Kombination aus Siemens-Dampfturbinen und B&W-Kesselsystemen.
* Zeitplan: Die vollständige Lieferung ist bis Ende 2028 vorgesehen.
* Vertragsstatus: Der finale Abschluss wird noch im laufenden ersten Quartal 2026 erwartet.
Dieser Schritt unterstreicht die Strategie des Konzerns, sich im energieintensiven Wachstumsmarkt der künstlichen Intelligenz unverzichtbar zu machen. Bereits im Vorjahr hatte das Unternehmen eine ähnliche Kooperation mit Eaton für Rechenzentren geschlossen.
Warnsignale im Chart
Trotz der positiven Nachrichtenlage mahnt die technische Verfassung der Aktie zur Vorsicht. Mit einem Kurs von aktuell 124,60 Euro hat sich das Papier auf Sicht von zwölf Monaten um beeindruckende 139 Prozent gesteigert. Diese Rallye hat jedoch Spuren hinterlassen: Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert bei extremen 85,4 Punkten. Ein solcher Wert deutet klassischerweise auf eine massive Überkaufsituation hin und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Konsolidierung.
Auch der Abstand zu den langfristigen Durchschnittslinien ist beträchtlich. Der Kurs liegt gut 28 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Zwar korrigierte die Aktie zuletzt leicht vom 52-Wochen-Hoch bei 141,84 Euro, doch die technische Anspannung bleibt hoch.
Uneinigkeit bei den Experten
Die extreme Kursentwicklung spaltet die Analystengemeinde. Während Optimisten wie JPMorgan und Evercore ISI mit Kurszielen von bis zu 200 Euro auf weiteres Wachstum durch die Energiewende und KI-Nachfrage setzen, warnen Skeptiker vor den Risiken. UBS hält mit einem Kursziel von lediglich 38 Euro an einer Verkaufsempfehlung fest und verweist auf die weiterhin ungelösten Probleme in der Windkraftsparte Siemens Gamesa.
Die nächsten entscheidenden Impulse werden am 11. Februar 2026 erwartet. Dann veröffentlicht der Konzern die Zahlen zum ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres. Anleger sollten bis dahin genau beobachten, ob die Unterstützung im Bereich des 50-Tage-Durchschnitts bei rund 117 Euro hält, falls die technische Überhitzung abgebaut wird.
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