Die Energiewende trifft auf den KI-Boom, und Siemens Energy positioniert sich genau an dieser Schnittstelle. Während Analysten aufgrund neuer Aufträge für Rechenzentren ihre Kursziele deutlich nach oben schrauben, senden die technischen Indikatoren nach der jüngsten Rallye jedoch klare Warnsignale. Investoren stehen vor der Frage: Ist die fundamentale Stärke robust genug, um die überhitzte Chartsituation zu ignorieren?

  • Analysten-Votum: Bernstein Research sieht Potenzial bis 150 Euro.
  • Wachstumstreiber: Neuer Großauftrag für KI-Rechenzentrumsinfrastruktur.
  • Warnsignal: RSI-Indikator mit 85 Punkten extrem überkauft.

Doppelte Kaufempfehlung

Treibender Faktor für das aktuelle Interesse ist eine frische Einschätzung von Bernstein Research. Die Analysten bestätigten am heutigen Freitag ihre "Outperform"-Einstufung und beziffern das Kursziel auf 150 Euro. Vom aktuellen Niveau bei 125,15 Euro entspricht dies einem Aufwärtspotenzial von rund 20 Prozent.

Unterstützung erhält diese bullische Haltung von Deutsche Bank Research. In ihrer Analyse vom 09. Januar stufen die Experten den DAX-Titel weiterhin mit "Buy" ein und sehen den fairen Wert bei 135 Euro. Diese positive Resonanz der institutionellen Seite sorgt für Vertrauen, insbesondere da sie fundametal unterfüttert ist.

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KI und Netzausbau als Kurstreiber

Hinter den positiven Studien stehen konkrete operative Erfolge. Besonders der Bereich der kritischen Infrastruktur liefert Impulse: B&W setzt für ein massives 1-Gigawatt-Rechenzentrumsprojekt auf Turbinen von Siemens Energy. Dieser Auftrag unterstreicht die strategische Relevanz des Unternehmens für die Energieversorgung energieintensiver KI-Anwendungen – ein Sektor, der sich zunehmend als zentraler Wachstumsmotor entpuppt.

Parallel dazu schreitet das Kerngeschäft im Netzausbau voran. Die Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber TenneT trägt erste Früchte: Der Rollout von Superkondensatoren (E-STATCOM) startete in Deutschland nach erfolgreicher Inbetriebnahme der ersten Anlage im Dezember 2025. Diese Technologie gilt als essenziell für die Netzstabilität im Rahmen der Energiewende.

Charttechnik mahnt zur Vorsicht

Trotz der starken fundamentalen Nachrichtenlage – die Aktie legte auf 12-Monats-Sicht um über 140 Prozent zu – mahnt die technische Situation zur Wachsamkeit. Der Relative Strength Index (RSI) notiert mit einem Wert von 85,4 tief im überkauften Bereich. Solche Extremwerte deuten häufig auf eine bevorstehende Konsolidierung oder zumindest eine Atempause hin.

Der Kurs von aktuell 125,15 Euro bewegt sich zudem unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 141,84 Euro, das erst Ende Dezember markiert wurde. Sollte der Verkaufsdruck zunehmen, bietet der 50-Tage-Durchschnitt bei 117,25 Euro eine erste wichtige Auffanglinie. Anleger sollten diese Marke genau im Blick behalten, da ein Bruch den Weg zu tieferen Unterstützungen ebnen könnte, während auf der Oberseite das Analystenziel von 150 Euro als nächster großer Meilenstein fungiert.

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