Siemens Energy Aktie: Starker Start
Siemens Energy knüpft zum Jahresbeginn 2026 nahtlos an das außergewöhnlich starke Börsenjahr 2025 an. Rückenwind kommt gleich von mehreren Seiten: von extremem Winterwetter, einer strategisch wichtigen Übernahme und deutlich verbesserten Finanzkennzahlen. Kann der Energietechnikkonzern dieses Tempo mittelfristig halten?
Starker Jahresauftakt nach Rekordjahr
Der DAX-Wert hat 2025 mit einer Kursperformance von rund 140 Prozent abgeschlossen und zählte damit zu den Top-Gewinnern im Index – nur ein Titel lag noch vor der Aktie. Zum Wochenauftakt setzt sich dieser Trend fort: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie moderat im Plus, auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich der Anstieg auf rund 130 Prozent.
Aktuell notiert der Kurs bei 124,70 Euro und damit deutlich über dem 50‑Tage-Durchschnitt von 115,46 Euro. Gegenüber dem 52‑Wochen-Hoch bei 141,84 Euro besteht jedoch noch ein Abstand von gut 12 Prozent. Der Aufwärtstrend ist damit intakt, aber der Titel kommt von einem bereits sehr hohen Niveau.
Ein wesentlicher kurzfristiger Treiber ist der arktische Kälteeinbruch in Europa und den USA. Er sorgt für zusätzliche Nachfrageimpulse rund um Energieinfrastruktur – ein Umfeld, von dem ein Anbieter von Erzeugungs- und Netzinfrastruktur direkt profitiert.
Die Fakten im Überblick
- Kursplus von rund 140 % im Jahr 2025, zweitbeste DAX-Aktie des Jahres
- Aktueller Kurs: 124,70 Euro, rund 8 % über dem 50‑Tage-Durchschnitt
- 12‑Monats-Performance: +129,48 %
- 52‑Wochen-Spanne: 48,05 bis 141,84 Euro
- RSI (14 Tage) bei 85,4 – technisch deutlich überkauft
- Institutionelle Investoren halten rund zwei Drittel der Aktien
Die hohe Volatilität der vergangenen 30 Tage (annualisiert über 70 Prozent) unterstreicht: Die Aktie bewegt sich dynamisch, Ausschläge nach oben wie unten sind ausgeprägt.
RWG-Übernahme als Profitabilitätstreiber
Strategisch wichtig ist der vollständige Erwerb des Gasturbinen-Spezialisten RWG. Siemens Energy übernimmt dabei den Anteil der John Wood Group und holt das Unternehmen komplett in den eigenen Konzern.
Damit wird das Servicegeschäft, das in der Regel höhere Margen liefert als das Neuanlagengeschäft, weiter gestärkt. Der Ausbau dieses Bereichs passt zur erklärten Strategie, den Ergebnisbeitrag planbarer und weniger zyklisch zu machen. Die Übernahme wirkt somit nicht nur als Stimmungsfaktor, sondern soll konkret die Profitabilität verbessern.
Fundamentaldaten stützen Bewertung
Die Zahlen für das Fiskaljahr 2025 untermauern den kräftigen Kursanstieg:
- Umsatz: 39,1 Mrd. Euro, ein Zuwachs von 15,2 % auf vergleichbarer Basis
- Auftragseingang: 58,9 Mrd. Euro, +19,4 %
- Auftragsbestand: 138 Mrd. Euro, Rekordniveau
- Gewinn vor Sondereffekten: 2,36 Mrd. Euro
- Free Cashflow vor Steuern: 4,66 Mrd. Euro
Die Kombination aus stark wachsendem Auftragseingang und hohem Auftragsbestand verschafft dem Konzern gute Visibilität für die kommenden Jahre. Gleichzeitig zeigt der deutliche Free-Cashflow, dass das Wachstum nicht nur auf dem Papier stattfindet, sondern auch in Mittelzuflüssen ankommt.
Hinzu kommt ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Mrd. Euro bis zum Geschäftsjahr 2028. Zusammen mit der vorgeschlagenen Dividende von 0,70 Euro je Aktie signalisiert das Management Vertrauen in die eigene Ertragskraft und setzt ein klares Kapitalmarktzeichen.
Analysten und Ratingagenturen zuversichtlich
Auch von Analystenseite fällt das Bild klar positiv aus. Mehrere große Häuser sehen weiteres Aufwärtspotenzial:
- JPMorgan: Kursziel 160 Euro (Overweight)
- HSBC: Kursziel 145 Euro (Buy)
- Evercore ISI: Kursziel 200 Euro (Outperform)
- Morgan Stanley: Kursziel 130 Euro (Overweight)
Die Spanne der Kursziele zeigt, dass die Aktie aus Sicht vieler Analysten trotz des starken Anstiegs noch nicht ausgereizt ist. Parallel dazu hat Moody’s das Rating auf Baa1 angehoben und verweist auf die robuste operative Entwicklung – ein Pluspunkt vor allem mit Blick auf Finanzierungskosten und Bilanzstabilität.
Deutlich angehobene Mittelfristziele
Besonders ins Gewicht fallen die neuen mittelfristigen Zielmarken bis 2028. Siemens Energy peilt nun eine Gewinnmarge vor Sondereffekten von 14 bis 16 Prozent an, nachdem zuvor lediglich 10 bis 12 Prozent in Aussicht gestellt waren. Das jährliche Umsatzwachstum soll im niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 kalkuliert der Konzern mit:
- Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent
- Gewinnmarge vor Sondereffekten von 9 bis 11 Prozent
Damit zeichnet das Management einen klaren Pfad: Erst weitere Ergebnisskalierung in den kommenden Jahren, dann das Erreichen der deutlich höheren Margen im Jahr 2028.
Der nächste zentrale Prüfstein steht bereits fest: Am 11. Februar 2026 legt Siemens Energy die nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob der starke Start in das Jahr 2026 und die ambitionierten Zielmarken durch konkrete Fortschritte bei Umsatz, Auftragseingang und Marge untermauert werden.
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