Nach einem neuen Rekordhoch zum Wochenschluss gönnt sich die Siemens Energy Aktie zum Wochenauftakt eine Verschnaufpause. Auf den starken Kurssprung am Freitag folgt heute ein moderater Rücksetzer, der vor allem von der schwächeren Marktstimmung geprägt ist. Im Hintergrund bleiben jedoch die zentralen Treiber der jüngsten Rally intakt.

Nach Rekordhoch leichter Rücksetzer

Am Freitag hatte der Titel ein neues Allzeithoch markiert. Heute liegt die Aktie mit rund 1–2 % im Minus und notiert bei etwa 134,40 Euro – nur wenige Euro unter dem jüngsten Rekordniveau.

Damit bleibt das Bild klar aufwärtsgerichtet:

  • Kursplus der letzten 30 Tage: rund 12 %
  • Zuwachs auf Sicht von zwölf Monaten: knapp 170 %
  • Abstand zum 52‑Wochen-Hoch (141,84 Euro): rund 5 %

Der Rückgang zu Wochenbeginn ist vor diesem Hintergrund eher eine technische Atempause nach einem sehr steilen Anstieg. Der Kurs liegt weiterhin deutlich über den vielbeachteten Durchschnittslinien von 50, 100 und 200 Tagen – ein Zeichen eines stabilen Aufwärtstrends.

Schwächeres Marktumfeld bremst

Die aktuelle Schwäche ist weniger eine unternehmensspezifische Nachricht als vielmehr Ausdruck eines belasteten Marktumfelds. Sorgen um mögliche neue Handelskonflikte und Strafzölle zwischen den USA und der EU drücken auf die Stimmung.

Energie- und Industriewerte wie Siemens Energy geraten dabei mitunter in Sippenhaft, obwohl sich an der unterliegenden Geschäftsperspektive kurzfristig wenig ändert. Politische Risiken überlagern temporär die positiven Signale aus dem Unternehmen und dem Sektor.

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Rückenwind durch Politik und Analysten

Die fundamentale Ausgangslage bleibt für Siemens Energy positiv. Mehrere Faktoren stützen die aktuelle Bewertung und die vorangegangene Rally:

  • Kraftwerksstrategie der Bundesregierung:
    Die Einigung zwischen Berlin und der EU-Kommission zur neuen Kraftwerksstrategie sorgt für zusätzlichen Schub. Geplante Investitionen in neue Gaskraftwerke spielen einem der führenden Anbieter von Energietechnik klar in die Karten und stärken die mittelfristige Auftragsbasis.

  • Unterstützung von Analysten:
    Großbanken bleiben konstruktiv. JPMorgan bestätigt die Einstufung „Overweight“. RBC hält an „Outperform“ fest und sieht mit einem Kursziel von 150 Euro weiteres Potenzial oberhalb des aktuellen Niveaus.

  • Nächster Termin im Februar:
    Am 11. Februar 2026 legt Siemens Energy die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann wird sichtbar, ob die starke Kursentwicklung der vergangenen Monate von einer entsprechend robusten operativen Entwicklung untermauert wird.

Technisches Bild: Überkauft, aber intakter Trend

Aus charttechnischer Sicht bleibt der Aufwärtstrend vorerst klar bestehen. Der Kurs liegt deutlich über der 200‑Tage-Linie (rund 100 Euro) und auch komfortabel oberhalb des 50‑Tage-Durchschnitts bei gut 120 Euro.

Auffällig ist allerdings der sehr hohe Relative-Stärke-Index (RSI) von 85,4 Punkten. Das signalisiert einen überkauften Zustand und erklärt, warum bereits vergleichsweise kleine Impulse von der Marktseite für Gewinnmitnahmen sorgen können. Kurzfristige Rücksetzer oder Seitwärtsphasen wären vor diesem Hintergrund eine normale Konsolidierung innerhalb eines starken Trends.

Fazit: Konsolidierung nach starkem Lauf

Unterm Strich spricht vieles dafür, den heutigen Rückgang als Teil einer gesunden Pause nach einer außergewöhnlich starken Zwölfmonatsperformance zu sehen. Politische Risiken und ein schwächerer Gesamtmarkt sorgen zwar kurzfristig für Gegenwind, doch die Kombination aus politischem Rückenwind durch die Kraftwerksstrategie, konstruktiven Analystenurteilen und einem weiterhin intakten Aufwärtstrend bleibt vorerst das dominante Bild. Spannend wird es insbesondere am 11. Februar, wenn die Quartalszahlen zeigen, wie solide das operative Fundament der Rally tatsächlich ist.

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