Siemens Energy Aktie: Fantastische Bilanzzahlen!
Die Siemens Energy Aktie erreicht am Freitag ein neues Allzeithoch und durchbricht erstmals die Marke von 140 Euro. Der Titel führt den DAX an und setzt damit seine beeindruckende Performance der vergangenen zwei Jahre fort. Der Auslöser: Eine dramatische Neubewertung durch die Schweizer Großbank UBS.
Die Analysten vollziehen eine der drastischsten Kehrtwenden der jüngeren Börsengeschichte. Aus einem "Sell"-Rating wird ein "Buy", das Kursziel schnellt von 38 Euro auf 175 Euro – eine Vervierfachung. Bei 175 Euro läge die Aktie 31 Prozent über dem Schlusskurs vom Mittwoch. Die Begründung: Ein fundamental unterversorgter Gasturbinen-Markt und stark expandierende Gewinnmargen.
Gasturbinen-Boom bis 2030
UBS rechnet mit einer durchschnittlichen jährlichen Nachfrage von 88 Gigawatt zwischen 2026 und 2035, während die Industriekapazität bis 2030 lediglich 90 Gigawatt erreicht. Der Markt bleibt somit strukturell unterversorgt. Besonders im ersten Halbjahr 2026 erwarten die Analysten einen kräftigen Auftragsschub im Bereich Gas Services – begünstigt durch positive Signale vom Wettbewerber GE Vernova, der für das vierte Quartal 2025 rund 20 Gigawatt an Aufträgen prognostiziert.
Siemens Energy selbst verbuchte im Geschäftsjahr 2025 bereits 26 Gigawatt an Aufträgen und hielt im Oktober 2025 weitere 36 Gigawatt an Slot-Reservierungen. Die Nachfrage speist sich nicht nur aus dem Rechenzentrum-Boom – der etwa 25 Prozent der Aufträge 2025 ausmachte –, sondern auch aus dem US-Grundlastbedarf, Wachstum im Nahen Osten, der Kohle-zu-Gas-Umstellung in Asien und europäischen Energiesicherheitsanforderungen.
Margen auf Höhenflug
Die Projektmargen im Neugeschäft von Gas Services legten im Geschäftsjahr 2025 um 5 Prozentpunkte im Jahresvergleich zu. UBS traut der Sparte bis zum Geschäftsjahr 2030 eine EBITA-Marge von 24 Prozent zu – deutlich über der Unternehmensführung für 2028 ausgegebenen Zielbandbreite von 18 bis 20 Prozent.
Auch die Sparte Grid Technologies glänzt mit einem Rekordauftragsbestand von 42 Milliarden Euro, was drei Jahre Umsatzdeckung entspricht. Die Margen expandierten hier im Geschäftsjahr 2025 um 3 Prozentpunkte. Bis 2030 soll die EBITA-Marge 21,5 Prozent erreichen, gestützt durch Kapazitätserweiterungen von 2 Milliarden Euro bis 2028.
Bewertung mit Luft nach oben
UBS prognostiziert für das Geschäftsjahr 2028 ein Konzern-EBITA von 8.780 Millionen Euro – 6,2 Prozent über dem Konsens. Die Marge soll von 11,1 Prozent im Jahr 2026 auf 15,8 Prozent im Jahr 2028 steigen. Der freie Cashflow wird auf 7.225 Millionen Euro geschätzt, was einer Rendite von 6,3 Prozent entspricht.
Trotz der jüngsten Kursgewinne handelt die Aktie gemessen am Enterprise Value to EBIT für 2028 mit einem Abschlag von 10 Prozent zum europäischen Investitionsgütersektor – und das bei der schnellsten EBITA-Wachstumsrate von 55 Prozent zwischen 2025 und 2028. Das Kursziel von 175 Euro basiert auf dem 20-fachen EBITA 2027, was einen Bewertungsabschlag von 22 Prozent zu GE Vernova bedeutet – aktuell liegt die Lücke bei 40 Prozent.
Ein zusätzlicher Katalysator könnte die Windkraftsparte Siemens Gamesa liefern, die nach einem Verlust von 1,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 im Jahr 2026 die Gewinnschwelle erreichen soll.
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