Die Aktie von Siemens Energy steht unter Druck. Zum Wochenauftakt verlor das Papier rund 2 Prozent – Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump belasten das gesamte Marktumfeld. Trotz eines Jahresplus von 11 Prozent und einer beeindruckenden Rally von 158 Prozent binnen zwölf Monaten mehren sich die Warnsignale. Die UBS hält an ihrer Verkaufsempfehlung fest und verweist auf erhebliche Risiken durch den eskalierenden Handelskonflikt zwischen den USA und Europa.

Die jüngste Kursentwicklung wirft Fragen auf: Ist der KI-getriebene Höhenflug vorbei?

Technische Alarmzeichen häufen sich

Der Chart zeigt deutliche Schwächen. Während die Aktie neue Hochs markiert, notieren die Indikatoren RSI und MACD mit niedrigeren Hochs – klassische bearishe Divergenzen, die auf eine bevorstehende Trendwende hindeuten. Im Wochenchart liegt der RSI bei 77 Punkten und damit im überkauften Bereich. Noch extremer die Lage auf Monatsbasis: Mit einem RSI-Wert von 86 Zählern bewegt sich das Papier am Rand des Extrembereichs.

Die potenziellen Abwärtsziele sind klar definiert: Die 50-Tage-Linie verläuft bei rund 117 Euro, eine horizontale Unterstützung liegt bei 110 Euro. Selbst ein Test der 200-Tage-Linie bei etwa 96 Euro wäre nach dem monatelangen Bullensturm nicht überraschend. Das kurz- bis mittelfristige Abwärtspotenzial beträgt damit rund ein Drittel.

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Bewertung auf Rekordhoch

Die fundamentalen Kennzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das für 2026 geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 37,8 – für 2027 immer noch bei 27,0. Das ist ambitioniert für ein Unternehmen mit Wachstumsraten im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich. Zum Vergleich: Das Branchenmittel liegt bei einem KGV von 22,4.

Auch bei anderen Kennziffern wie dem Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA oder dem Kurs-Cashflow-Verhältnis notiert Siemens Energy deutlich über dem Durchschnitt. Die Aufschläge erreichen knapp 30 Prozent.

Analysten ziehen die Notbremse

Von 25 vorliegenden Analystenbewertungen empfehlen zwar 18 den Kauf, doch das mittlere Kursziel liegt bei 131,88 Euro – unterhalb des aktuellen Kursniveaus am Montag. Barclays setzt mit einem Kursziel von 90 Euro ein besonders skeptisches Signal. Nur Einzelmeinungen wie die von Evercore trauen dem Papier noch bis zu 200 Euro zu.

Die USA sind für Siemens Energy ein wichtiger Absatzmarkt – der rasante Ausbau von KI-Datenzentren treibt die Nachfrage nach Gasturbinen, Windrädern und Übertragungstechnik. Sollte Trump seine Zolldrohungen in der Grönland-Frage wahr machen, könnte das Geschäft massiv leiden. Eine mehrmonatige Konsolidierung erscheint mittelfristig unausweichlich, um die Überhitzung abzubauen.

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