Siemens Energy Aktie: Analysten treiben Fantasie
Zwei frische Studien großer Investmentbanken sorgen bei Siemens Energy für Rückenwind. Sowohl Bernstein Research als auch die Deutsche Bank sehen nach der starken Kursrally noch zusätzliches Potenzial – vor allem dank eines robusten Marktumfelds für Energietechnik und besserer Cashflow-Aussichten. Wie stützen die Analysten ihre optimistischen Kursziele konkret?
Analysten setzen klare Marken
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten deutlich zugelegt und schloss gestern bei 127,40 Euro. Damit notiert der Titel rund 165 % über dem 52‑Wochen-Tief, aber noch gut 10 % unter dem Hoch von 141,84 Euro.
Bernstein Research steigt nach einer Pause wieder in die Bewertung ein und legt die Messlatte hoch:
- Schlusskurs gestern: 127,40 Euro
- Kursziel Bernstein: 150 Euro („Outperform“)
- Kursziel Deutsche Bank: 135 Euro („Buy“)
- Veränderung 12 Monate: +136,54 %
- RSI (14 Tage): 85,4 (überkauft)
Analyst Alasdair Leslie von Bernstein startet direkt mit einem „Outperform“-Votum und einem Kursziel von 150 Euro. Vom aktuellen Niveau entspricht das einem zweistelligen Aufwärtsspielraum. Er argumentiert mit einem längerfristigen Aufwärtszyklus im Energiemarkt: Kunden bauen ihre Energieversorgung systematisch aus und modernisieren Netze, Erzeugung und Infrastruktur. Diese strukturelle Nachfrage nach Energietechnik soll Siemens Energy nachhaltig in die Karten spielen.
Die Deutsche Bank unterstützt das positive Bild, wenn auch mit etwas vorsichtigerem Horizont. Analyst Gael de-Bray bestätigt sein „Buy“-Rating und setzt das Kursziel auf 135 Euro. Das liegt unter dem Bernstein-Niveau, signalisiert aber ebenfalls weiteres Aufwärtspotenzial.
Fokus auf Cashflow und Marktzyklus
Inhaltlich setzen beide Häuser unterschiedliche Schwerpunkte, die sich ergänzen.
Bernstein denkt eher strategisch und langfristig. Der erwartete „Super-Zyklus“ beim Aufbau und der Erneuerung der Energieinfrastruktur gilt als zentrale Triebfeder. Viele Versorger und Industriekunden müssen ihre Systeme robuster, effizienter und klimafreundlicher machen – ein Umfeld, in dem Siemens Energy als Ausrüster und Dienstleister profitieren soll.
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Die Deutsche Bank legt den Fokus stärker auf die Zahlen. De-Bray rechnet mit einer spürbar besseren Entwicklung des freien Barmittelzuflusses (Free Cash Flow) im Geschäftsjahr 2025/26. Für Investoren ist das ein entscheidender Punkt: Ein stärkerer Cashflow schafft finanziellen Spielraum für Schuldenabbau, Investitionen und mögliche Ausschüttungen. Konkrete Detailzahlen erwartet der Markt zu den Quartalszahlen am 11. Februar.
Kursverlauf und Bewertungsbild
Die Börse honoriert die freundlichere Analystenstimmung. In der Spitze kletterte der Kurs zuletzt bis knapp unter 129 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen ergibt sich ein Plus von 8,47 %, in den vergangenen sieben Tagen legte die Aktie weitere 5,81 % zu.
Charttechnisch zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend:
Der Kurs liegt knapp 10 % über dem 50‑Tage-Durchschnitt von 115,91 Euro und rund 32 % über der 200‑Tage-Linie (96,19 Euro). Das untermauert die starke Erholung, macht den Titel kurzfristig aber auch anfällig für Zwischenkorrekturen. Darauf deutet der hohe 14‑Tage-RSI von 85,4 hin, der in überkauften Bereich vorgedrungen ist.
Damit prallen zwei Perspektiven aufeinander: Kurzfristig ist der Lauf bereits weit fortgeschritten, fundamental sehen die Analysten aber noch Luft nach oben – vor allem, wenn sich der erwartete Cashflow-Schub bestätigt.
Entscheidender Termin im Februar
Für die weitere Kursentwicklung rückt nun ein Datum in den Vordergrund: Am 11. Februar will das Management die nächsten Quartalszahlen vorlegen und den Ausblick konkretisieren. Dann wird sich zeigen, ob die von der Deutschen Bank skizzierten Verbesserungen beim freien Barmittelzufluss tatsächlich in Reichweite sind und ob der von Bernstein ausgerufene Aufwärtszyklus sich in den Auftrags- und Ergebniszahlen widerspiegelt.
Bis dahin liefern die Kursziele von 135 und 150 Euro einen klaren Rahmen: Die Aktie bewegt sich deutlich über ihren langfristigen Durchschnitten, hat aber noch Abstand zum jüngsten Hoch – und die Zahlen im Februar werden entscheiden, ob dieser Spielraum nach oben ausgeschöpft werden kann.
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