Siemens Energy Aktie: 2-Milliarden-Rückkauf
Siemens Energy startet ein Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro und zahlt nach drei Jahren erstmals wieder Dividende. Die Maßnahmen folgen auf ein Rekordquartal mit verdoppeltem Gewinn und einem historischen Auftragseingang – besonders das Gasturbinengeschäft boomt dank der KI-Infrastruktur in den USA.
Rückkauf und Dividende: Die Kehrtwende ist vollzogen
Bis Ende September 2026 will der Konzern eigene Aktien im Wert von bis zu 2 Milliarden Euro zurückkaufen. Insgesamt sind Rückkäufe von 6 Milliarden Euro bis zum Geschäftsjahresende 2028 geplant. Parallel billigte die Hauptversammlung eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie – nach drei Jahren ohne Ausschüttung ein klares Zeichen der finanziellen Erholung.
Die Kapitalmaßnahmen basieren auf harten Zahlen: Der Nettogewinn im ersten Quartal 2026 stieg auf 746 Millionen Euro, nach 252 Millionen im Vorjahr. Der Gewinn vor Sonderposten verdoppelte sich auf 1,2 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 13 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zu.
Gasturbinen: KI-Boom treibt Nachfrage
Gas Services verbuchte mit 8,75 Milliarden Euro den höchsten Auftragseingang in einem Quartal überhaupt. Allein 102 Gasturbinen wurden geordert – mehr als die Hälfte der 194 Turbinen, die im gesamten Geschäftsjahr 2025 verkauft wurden. Der Auftragsbestand des Segments kletterte auf 60 Milliarden Euro.
Rund 40 Prozent der Turbinenaufträge stammten aus den USA. Der Grund: Rechenzentren für künstliche Intelligenz benötigen massive Mengen an elektrischer Energie. Siemens Energy will die Nachfrage durch Brownfield-Erweiterungen und eine gesteigerte Fertigung bedienen.
Auch Grid Technologies profitiert von der Elektrifizierungswelle. Die Aufträge stiegen um knapp 22 Prozent auf 5,96 Milliarden Euro, der Bestand erreichte 45 Milliarden Euro. Insgesamt liegt der Auftragsbestand des Konzerns bei einem Rekordwert von 146 Milliarden Euro – das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,82 unterstreicht die hohe Auslastung für die kommenden Jahre.
Gamesa zeigt Fortschritte
Die Windkrafttochter bleibt die Achillesferse, macht aber Boden gut. Das operative Ergebnis verbesserte sich auf minus 46 Millionen Euro, nach einem Verlust von 374 Millionen im Vorjahresquartal. Das Management bekräftigte die Jahresziele: 11 bis 13 Prozent Umsatzwachstum, eine Marge von 9 bis 11 Prozent und ein Nettogewinn von 3 bis 4 Milliarden Euro.
Stoxx Europe 50 und Quartalszahlen im Mai
Siemens Energy wird in Kürze Diageo im Stoxx Europe 50 ersetzen. Die Aufnahme in den europäischen Leitindex dürfte zusätzliche institutionelle Investoren anziehen, die den Index als Benchmark nutzen.
Am 12. Mai 2026 folgen die Zahlen für das zweite Quartal. Dann zeigt sich, ob Gamesa die Gewinnschwelle tatsächlich erreicht und ob das Kerngeschäft seine Dynamik beibehält. Mit 146 Milliarden Euro Auftragsbestand ist die Umsatzvisibilität für die nächsten Jahre außergewöhnlich hoch.
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