Die Siemens-Aktie notiert bei 256 EUR und damit nahe des Jahreshochs. Auf der CES 2026 in Las Vegas präsentierte der Konzern am 6. Januar seine Vision für die industrielle KI-Revolution – und kündigte dabei konkrete Produkte sowie erweiterte Partnerschaften an, die das Geschäft fundamental verändern könnten.

NVIDIA-Deal wird massiv ausgebaut

Siemens und NVIDIA vertiefen ihre Zusammenarbeit beim Aufbau eines industriellen KI-Betriebssystems. Konkret: Ab 2026 entsteht im Elektronikwerk Erlangen die erste vollständig KI-gestützte adaptive Fertigungsstätte weltweit. NVIDIA steuert KI-Infrastruktur, Simulationsbibliotheken und Modelle bei, während Siemens Hunderte KI-Experten sowie führende Hard- und Software bereitstellt.

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Die Integration von NVIDIA NIM und NVIDIA Nemotron in die Siemens-Software für elektronische Entwicklungsautomatisierung (EDA) soll generative Arbeitsabläufe für Halbleiter- und Leiterplattenentwicklung vorantreiben. Das Versprechen: Höhere Genauigkeit bei gleichzeitig drastisch sinkenden Betriebskosten.

Digital Twin Composer startet Mitte 2026

Das Kernprodukt der CES-Präsentation: Der Digital Twin Composer wird ab Mitte 2026 auf dem Siemens Xcelerator Marketplace verfügbar sein. Die Technologie verbindet den umfassenden digitalen Zwilling von Siemens mit NVIDIA-Omniverse-Simulationen und Echtzeit-Engineeringdaten.

Erste Erfolge sind messbar: PepsiCo nutzt die Software bereits zur Modernisierung seiner US-Produktions- und Logistikanlagen. Innerhalb weniger Wochen optimierte der Konzern neue Konfigurationen und steigerte den Durchsatz um 20 Prozent. Bis zu 90 Prozent möglicher Probleme werden identifiziert, bevor physische Änderungen erfolgen. Der Investitionsaufwand sank um 10 bis 15 Prozent.

Neun neue Industrial Copilots angekündigt

Siemens erweitert sein KI-Angebot massiv: Neun neue Industrial Copilots werden in Software-Produkte wie Teamcenter, Polarion und Opcenter integriert. Sie sollen Navigation in Produktdaten optimieren, Fehler reduzieren und die Markteinführungszeit verkürzen. Gleichzeitig automatisieren sie Compliance-Prozesse und transformieren Fertigungsprozesse.

Die Partnerschaft mit Microsoft wird fortgesetzt – gemeinsam entwickeln beide Unternehmen den preisgekrönten Industrial Copilot weiter.

Life Sciences als Wachstumstreiber?

Die Akquisition von Dotmatics zeigt erste Ergebnisse: Mit der Luma-Plattform können Wissenschaftler Milliarden von Datenpunkten zusammenführen. In Kombination mit Siemens-Simcenter-Simulation und digitalen Zwillingen lassen sich vielversprechende Wirkstoffkandidaten schneller identifizieren. Das Ziel: Therapien erreichen Patienten bis zu 50 Prozent schneller bei gleichzeitig geringeren Kosten.

Bewertung auf dem Prüfstand

Im Geschäftsjahr 2025 (Ende 30. September) erwirtschaftete Siemens einen Umsatz von 78,9 Milliarden EUR bei einem Nettogewinn von 10,4 Milliarden EUR. Die CES-Ankündigungen zeigen ambitionierte Pläne – doch die Umsetzung beginnt erst 2026. Die Frage bleibt: Rechtfertigen Versprechen und erste Pilotprojekte die aktuelle Bewertung nahe des Jahreshochs?

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