Siemens sendet derzeit starke Signale an den Markt, die weit über das reine Tagesgeschäft hinausgehen. Während der Kurs nach dem Rekordhoch von Ende Dezember leicht korrigierte, nutzen große Adressen das Niveau offenbar gezielt zum Einstieg. Ein US-Finanzgigant hat seine Beteiligung signifikant ausgebaut, flankiert von den fortlaufenden Aktienrückkäufen des Konzerns.

  • Großeinstieg: The Capital Group überschreitet die Meldeschwelle von 3 Prozent.
  • Rückkauf: Über 20 Millionen eigene Aktien seit Programmstart eingezogen.
  • Fundament: Partnerschaft mit Nvidia validiert Tech-Strategie.

US-Gigant baut Position aus

Ein wesentlicher Vertrauensbeweis kommt aus den USA. Wie aus einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hat der Finanzriese The Capital Group Companies, Inc. seine Position bei Siemens deutlich vergrößert. Die Amerikaner haben die wichtige Meldeschwelle von 3 Prozent überschritten und halten nun Zugriff auf über 24,3 Millionen Aktien des DAX-Konzerns.

Marktbeobachter werten dies als positives Signal. Dass institutionelle Schwergewichte ihre Positionen auf dem aktuellen Preisniveau ausbauen, deutet auf eine langfristige Überzeugung hin. Ein solcher Einstieg wirkt oft stabilisierend, da diese Akteure in der Regel nicht auf kurzfristige Gewinne aus sind, sondern auf die fundamentale Entwicklung setzen.

Künstliche Verknappung stützt

Parallel zum Einstieg der Großinvestoren sorgt Siemens selbst für eine konstante Nachfrage. Der jüngste Zwischenbericht zum Aktienrückkaufprogramm zeigt, dass das Management seine Strategie konsequent fortsetzt, Kapital an die Aktionäre zurückzuführen. Allein in der vergangenen Woche kaufte der Konzern weitere 287.513 eigene Papiere über die Börse zurück.

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Das Gesamtvolumen seit Beginn der Maßnahme im Februar 2024 summiert sich mittlerweile auf über 20,37 Millionen Aktien. Diese kontinuierliche Verknappung des Angebots fungiert als Stütze für den Aktienkurs, der den Handel gestern bei 258,20 Euro beendete.

Wandel zum Tech-Konzern

Der Optimismus der Investoren dürfte auch in der operativen Neuausrichtung begründet liegen. Siemens etabliert sich zunehmend als Tech-Player für das industrielle Metaverse, anstatt als klassischer Mischkonzern wahrgenommen zu werden. Besonders die vertiefte Partnerschaft mit dem Chip-Spezialisten Nvidia zur Perfektionierung des "Digital Twin" (digitaler Zwilling) steht hierbei im Fokus. Dass Großkunden wie PepsiCo diese Technologien bereits zur Optimierung ihrer Lieferketten nutzen, bestätigt den Kurs von CEO Roland Busch.

Fazit: Bodenbildung statt Rekordjagd

Zwar notiert die Aktie aktuell rund 10 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 287,96 Euro, das am Heiligabend 2025 markiert wurde, doch die fundamentale Unterfütterung ist robust. Das Zusammentreffen von institutionellen Käufen und dem eigenen Rückkaufprogramm schafft eine starke Unterstützungszone. Solange diese Nachfrageüberhänge bestehen, ist das Risiko größerer Kursrücksetzer begrenzt.

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