Die britische Marktaufsicht CMA evaluiert Zugeständnisse von Schlumberger zur Milliarden-Akquisition von ChampionX, die den Wettbewerb im Energiesektor beeinflussen könnte.

Die geplante milliardenschwere Übernahme von ChampionX durch Schlumberger sorgt weiter für Bewegung. Im Mittelpunkt stehen Bedenken der britischen Wettbewerbsbehörde CMA, die den Deal genau unter die Lupe nimmt.

CMA nimmt Vorschläge unter die Lupe

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Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) gab bereits am Donnerstag bekannt, dass sie nun konkrete Vorschläge von Schlumberger prüft. Mit diesen Vorschlägen will der Ölfelddienstleister die Wettbewerbsbedenken der Behörde ausräumen.

Die CMA hat jetzt eine Frist von 40 Arbeitstagen. In dieser Zeit sollen die Maßnahmen bewertet und auch Feedback von Dritten eingeholt werden, bevor eine finale Entscheidung fällt.

Was steht auf dem Spiel?

Die Sorge der CMA ist klar: Der Zusammenschluss könnte den Wettbewerb in wichtigen Bereichen der britischen Öl- und Gasindustrie erheblich einschränken. Konkret geht es um Nachteile für Kunden bei Produktionschemikalien für die Nordsee, Richtbohrdiensten und permanenten Bohrlochmessgeräten.

Kein Wunder, dass die Aktie zuletzt stark unter Druck geriet. Obwohl der Kurs gestern um 3,45% auf 29,95 € zulegen konnte, notiert er auf Jahressicht immer noch über 20% im Minus und befindet sich nahe dem kürzlich markierten 52-Wochen-Tief.

Schlumbergers Zugeständnisse: Reicht das?

Wie will Schlumberger die Bedenken ausräumen? Das Unternehmen hat ein Paket von konkreten Maßnahmen angeboten, um die Freigabe zu erhalten:

  • Verkauf des Geschäfts für Produktionschemikalien: Das britische PCT-Geschäft soll an einen von der CMA genehmigten Käufer gehen.
  • Veräußerung von ChampionX' US Synthetic: Der Verkauf dieses globalen Geschäfts soll Wettbewerbern den Zugang zu wichtigen Komponenten sichern.
  • Lizenzierung von Technologie: Eine Lizenz für Know-how im Bereich Quarzsensoren soll einem alternativen Entwickler helfen, den Wettbewerb zu stärken.

Der Kampf gegen die Zeit

Diese Zugeständnisse sind entscheidend für die Genehmigung der 7,8 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme. Schlumberger hatte den Abschluss der Transaktion ohnehin schon auf das zweite oder frühe dritte Quartal 2025 verschoben.

Die aktuelle Prüfung könnte den Zeitplan nun weiter beeinflussen. Die Entscheidung der Behörde wird bis zum 11. Juni 2025 erwartet – eine Verlängerung bis zum 8. August 2025 ist jedoch möglich. Es bleibt spannend.

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