Nach dem Sprung auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 58,52 Euro Mitte März läuft bei RWE eine ungewöhnliche Debatte: Nicht ob das Unternehmen gut aufgestellt ist — das bezweifelt kaum jemand — sondern ob der Kurs nach einer Verdoppelung seit dem April-Tief noch Luft nach oben hat.

Die Antwort der Analysten fällt gespalten aus. Die DZ Bank hob ihr Kursziel jüngst auf 65 Euro an und bekräftigte die Kaufempfehlung. Analyst Werner Eisenmann sieht selbst einen möglichen Markteintritt chinesischer Anbieter im europäischen Onshore-Windmarkt bis 2030 als kein ernstes Risiko für RWE. Bernstein hingegen mahnt zur Vorsicht — nach der Rally sei das Aufwärtspotenzial begrenzt. Die Kurszielspanne der Analysten zwischen 55 und 65 Euro zeigt, wie weit die Einschätzungen auseinanderliegen.

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Was den Kurs fundamental stützt

Hinter der Performance stecken handfeste Argumente. RWE hat rund 80 Prozent der erwarteten Stromproduktion für 2026 bereits abgesichert — ein wirksamer Puffer gegen Preisschwankungen in einem geopolitisch sensiblen Markt. Der Return on Invested Capital von acht Prozent übertrifft dabei viele Branchenkollegen.

Das mittelfristige Investitionsprogramm gibt den Rahmen: 35 Milliarden Euro sollen die Kapazität um 25 Gigawatt ausbauen und den Gewinn je Aktie bis 2031 von 2,48 auf 4,40 Euro steigern. In den USA ergänzt RWE das Erneuerbare-Energien-Geschäft gezielt um Gaskraftwerke — als Stabilitätsanker für die Stromversorgung von Rechenzentren und KI-Infrastruktur.

Dividende mit festem Wachstumspfad

Für einkommensorientierte Anleger kommt ein weiteres Argument hinzu. RWE hat die Dividende seit neun Jahren nicht gesenkt und erhöht sie künftig jährlich um zehn Prozent: Nach 1,20 Euro je Aktie für 2025 folgen 1,32 Euro für 2026, ausgezahlt planmäßig im Mai.

Freitag schloss die Aktie bei 54,96 Euro — ein Tagesrückgang von knapp fünf Prozent, der die Aktie damit wieder deutlich unter das Rekordhoch zurückwarf. Auf Jahressicht bleibt das Plus mit rund 17 Prozent dennoch solide. Ob die aktuelle Konsolidierung eine Verschnaufpause vor dem nächsten Anstieg ist oder die Bewertung nach dem langen Lauf schlicht ihren fairen Wert gefunden hat, werden die Jahreszahlen und die Prognosebestätigung für das bereinigte EBITDA von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro im weiteren Jahresverlauf zeigen müssen — die Analystengemeinschaft ist sich jedenfalls noch nicht einig.

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