Die Raumfahrt-Aktie Rocket Lab eilt von Rekord zu Rekord, beflügelt durch einen historischen Großauftrag. Doch mitten in der Euphorie sorgen massive Aktienverkäufe der Führungsebene für Unruhe. Während Anleger den Kurs nach oben treiben, macht der Finanzchef Kasse – ein klassischer Interessenkonflikt?

Historischer Auftrag als Kurstreiber

Auslöser der jüngsten Rally auf ein neues Allzeithoch ist der größte Auftrag der Firmengeschichte. Ein 816-Millionen-Dollar-Vertrag mit der US-Behörde für Weltraumentwicklung (Space Development Agency) zur Fertigung von Satelliten zur Raketenabwehr katapultierte den Börsenwert auf rund 45 Milliarden Dollar. Allein am Freitag schloss das Papier bei 84,85 US-Dollar, was die außergewöhnliche Performance seit Jahresbeginn unterstreicht.

Insider nutzen die Gunst der Stunde

Doch die Partystimmung an der Börse steht in starkem Kontrast zum Verhalten des Managements. Finanzvorstand Adam Spice nutzte die hohen Kurse, um Aktien im Wert von gut 103 Millionen Dollar abzustoßen. Auch andere Führungskräfte, darunter Chief Operations Officer Frank Klein, trennten sich von Anteilen.

Insgesamt verkauften Insider in den letzten 90 Tagen Aktien für über 262 Millionen Dollar. Marktbeobachter werten solch massive Verkäufe oft als Indiz dafür, dass das Management die aktuelle Bewertung als sehr ambitioniert einschätzt oder zumindest Gewinne sichern will, während institutionelle Anleger noch einsteigen.

Analysten skeptisch bei Bewertung

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Die Diskrepanz zwischen Kurs und Expertenmeinung wächst. Das durchschnittliche Kursziel der Wall Street liegt mit 61,25 Dollar deutlich unter dem aktuellen Niveau. Zwar hoben Häuser wie Needham ihr Ziel kürzlich auf 90 Dollar an, doch die Mehrheit der Analysten rennt der Kursentwicklung hinterher.

Fundamental zeigt der Trend zwar in die richtige Richtung – der Quartalsumsatz stieg zuletzt um 48 Prozent und der Nettoverlust verringerte sich signifikant. Dennoch schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen, was bei einer Marktkapitalisierung von über 45 Milliarden Dollar die Fallhöhe erhöht.

Alles hängt an "Neutron"

Die Rechtfertigung der hohen Bewertung hängt nun fast vollständig am Erfolg der neuen "Neutron"-Rakete. Das Management plant, den wiederverwendbaren Träger noch im ersten Quartal 2026 auf die Startrampe zu bringen. Neutron soll Rocket Lab den Zugang zu lukrativeren Regierungs- und kommerziellen Aufträgen ermöglichen und ist der entscheidende Katalysator für die langfristige Profitabilität.

Die Situation spitzt sich auf ein Duell zwischen Institutionen und Insidern zu: Während Großinvestoren wie Vanguard und Baillie Gifford ihre Positionen zuletzt massiv ausbauten, zieht sich das Management teilweise zurück. Für die weitere Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob die Neutron-Rakete im laufenden Quartal ohne technische Verzögerungen startbereit gemacht werden kann.

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