Der Rüstungskonzern zählte im Jahr 2025 mit einer Kursverdopplung zu den absoluten Top-Performern im DAX. Doch zum Jahresstart 2026 stellt sich für Anleger die entscheidende Frage: Ist die Rallye nach dem jüngsten Rücksetzer vorbei oder bietet die aktuelle Bewertung eine seltene Gelegenheit? Ein Blick auf die fundamentalen Modelle und die vollen Auftragsbücher offenbart eine signifikante Lücke zwischen Preis und Wert.

Die wichtigsten Fakten zum Jahresstart:

  • Kurs: 1.553,00 Euro (Schlusskurs Mittwoch)
  • Kursziel Analysten: ca. 2.190 Euro
  • Fairer Wert (DCF): bis zu 2.345 Euro
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -22,16 %
  • Performance 12 Monate: +157,29 %

Diskrepanz zwischen Kurs und Wert

Obwohl die Rheinmetall-Aktie auf Sicht von zwölf Monaten ein Plus von über 157 Prozent verzeichnet, sehen Marktbeobachter das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Aktuell notiert das Papier bei 1.553,00 Euro und hat sich damit rund 22 Prozent von seinem Rekordhoch bei 1.995 Euro entfernt. Finanzmathematische Modelle, die auf diskontierten Cashflows (DCF) basieren, zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild: Sie beziffern den fairen Wert auf bis zu 2.345 Euro.

Auch der Analystenkonsens stützt diese optimistische Sichtweise. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 2.190 Euro. Sollten die Experten recht behalten, entspräche dies einem Kurspotenzial von über 40 Prozent vom aktuellen Niveau aus. Getrieben werden diese Schätzungen von einem prognostizierten Gewinnwachstum von über 30 Prozent, was die Mehrheit der 17 erfassten Analysten zu bullischen Einschätzungen veranlasst.

Auftragsbücher garantieren Einnahmen

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Die Zuversicht der Experten fußt nicht auf bloßer Hoffnung, sondern auf harter Währung in den Auftragsbüchern. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 kletterte der Umsatz im Verteidigungssektor bereits um 28 Prozent.

Besonders das Joint Venture mit KNDS sorgt für Planungssicherheit: Ein festgeschriebenes Auftragsvolumen von 3,4 Milliarden Euro für über 200 Schützenpanzer auf Boxer-Basis für die Bundeswehr und die Niederlande bildet ein stabiles Fundament. Flankiert wird dies durch internationale Erfolge wie die Lieferung von Skyranger-Flugabwehrsystemen und die strategische Kooperation mit Leonardo für das Lynx-Kampffahrzeug in Italien.

Charttechnik: Korrektur als Chance?

Technisch betrachtet hat der Titel zuletzt Federn gelassen. Ein Minus von gut 15 Prozent in den letzten sieben Tagen drückte den Kurs unter den 200-Tage-Durchschnitt von 1.691,46 Euro. Gleichzeitig signalisiert der RSI mit einem Wert von 83,7 eine weiterhin extrem angespannte technische Lage, begleitet von einer hohen Volatilität von fast 77 Prozent.

Das ambitionierte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 30 mahnt zwar zur Vorsicht, wird jedoch von vielen Experten durch die geopolitische Lage und die fiskalische Expansion in Europa als gerechtfertigt angesehen. Solange die Auftragsflut anhält und die Gewinne sprudeln, könnte der aktuelle Rücksetzer für langfristig orientierte Anleger den Weg zu den prognostizierten Kurszielen ebnen.

Anzeige

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 1. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...