Ein starkes Geschäftsjahr 2025, ein prall gefüllter Auftragsberg — und trotzdem unter Druck. Die RENK Group kämpft seit Anfang März mit einem Vertrauensproblem, das weniger aus den Zahlen selbst stammt als aus der Lücke zwischen Erwartung und Guidance.

Warum der Kurs trotz starker Ergebnisse nachgab

Auslöser war der 5. März 2026: Die Aktie verlor rund neun Prozent, nachdem die Jahresprognose knapp unter dem Marktkonsens blieb und der Free Cashflow im vierten Quartal mit 67 Millionen Euro rund zwölf Prozent unter den Erwartungen ausfiel. Working-Capital-Abflüsse von 80 Millionen Euro belasteten das Ergebnis. Am 27. März markierte das Papier ein Sechs-Monats-Tief.

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Dabei lieferten die operativen Zahlen für 2025 wenig Anlass zur Kritik. Der Umsatz wuchs um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT stieg um rund 22 Prozent auf 230 Millionen Euro — am oberen Ende der eigenen Prognose. Der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 101 Millionen Euro. Das Verteidigungsgeschäft, inzwischen für 74 Prozent des Umsatzes verantwortlich, legte 24 Prozent zu. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 6,7 Milliarden Euro.

Dividende und dichter Konferenzkalender als Antwort

Das Unternehmen reagiert auf den Kursdruck mit zwei Signalen. Erstens schlägt der Vorstand für 2025 eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor — ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zweitens intensiviert RENK den Dialog mit dem Kapitalmarkt: Gestern nahm das Management an der Kepler Cheuvreux Virtual Aerospace & Defense Conference teil, es folgen eine mwb Research Online Conference am 14. April sowie eine Berenberg Benelux Roadshow am 15. April.

Für 2026 plant das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro, was einer Marge von 17,0 bis 18,4 Prozent entspräche. Heute notiert die Aktie bei 55,00 Euro und damit rund 38 Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 88,73 Euro — der Erholungsspielraum ist also erheblich, sofern die Quartalszahlen die Guidance untermauern.

Den ersten Praxistest liefert der Pre-Close Call Q1 am 22. April. Die vollständige Q1-Quartalsmitteilung folgt am 6. Mai 2026 in Augsburg — dann wird sich zeigen, ob die Guidance-Spanne für das Gesamtjahr auf solidem Fundament steht.

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