Renk Aktie: Rekordauftrag ignoriert?
Während Friedensspekulationen den Verteidigungssektor unter Druck setzen, macht Renk genau das Gegenteil durch: Osteuropa-Großauftrag im zweistelligen Millionenbereich, US-Tochter mit 500-Millionen-Dollar-Rekord, Analysten sehen 60 Prozent Kurspotenzial. Doch die Aktie reagiert kaum. Wird hier eine fundamentale Stärke systematisch übersehen?
Doppelschlag aus Osteuropa und Amerika
Renk liefert am Wochenende gleich zwei operative Highlights: Ein osteuropäisches Land orderte Ersatzteile und Serviceleistungen im hohen zweistelligen Millionenbereich. Die Besonderheit: Erste Auslieferungen erfolgen noch 2025 – ein direkter Cashflow-Booster fürs vierte Quartal.
Parallel meldet die US-Tochter RENK America einen historischen Meilenstein. Der Auftragseingang erreichte 2025 erstmals 500 Millionen US-Dollar. Die Expansion auf dem nordamerikanischen Markt zahlt sich aus, insbesondere durch Modernisierungsprogramme wie die Bradley-Flotten-Überholung.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Osteuropa-Auftrag: Hoher zweistelliger Millionenbetrag
- US-Rekord: 500 Mio. USD Auftragseingang bei RENK America
- Berenberg-Kursziel: 84 Euro (+66% vom aktuellen Niveau)
- Strategieziel 2030: 2,8-3,2 Mrd. Euro Umsatz bei 18-20% Marge
- Aktuelles Niveau: Rund 50 Euro nach -1,23% am Freitag
Analysten bleiben trotz Marktdruck optimistisch
Die Analystenseite kontert die Marktnervosität mit Kaufsignalen. Cantor Fitzgerald stufte auf "Overweight" hoch, JP Morgan bestätigt diese Einschätzung. Berenberg setzt das Kursziel bei 84 Euro an – ein theoretisches Aufwärtspotenzial von über 60 Prozent.
Die Begründung liegt im Geschäftsmodell: Der Fokus auf margenstarktem Aftermarket-Geschäft macht Renk unabhängiger von kurzfristigen Friedenshoffnungen. Armeen benötigen Wartung und Ersatzteile unabhängig von der geopolitischen Großwetterlage. Das aktuelle Auftragsbuch stützt diese These eindrucksvoll.
Roadshow als Katalysator?
Am Montag startet die LBBW-begleitete Roadshow, bei der das Management institutionellen Investoren die Strategie für 2026 präsentiert. Kann dies den Fokus zurück auf die operative Exzellenz lenken?
Charttechnisch bewegt sich die Aktie um die psychologisch wichtige 50-Euro-Marke. Ein Bruch nach unten könnte weiteren Abgabedruck auslösen. Die fundamentale Bewertung mit gefüllten Auftragsbüchern und dem Pfad zur Umsatzverdreifachung bis 2030 signalisiert jedoch eine markante Diskrepanz zwischen Kurs und Substanz.
Die kommende Woche zeigt, ob der Markt bereit ist, operative Fakten über geopolitische Spekulationen zu stellen.
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