Der Immobilienkonzern Realty Income erlebt einen Stimmungsumschwung an der Wall Street. Nachdem die Aktie über Jahre als defensives Dividenden-Investment galt, mehren sich nun die Kaufempfehlungen – angeführt von der Deutschen Bank mit einem ambitionierten Kursziel von 69 US-Dollar.

Deutsche Bank sieht 13 Prozent Potenzial

Die Analystengemeinde rund um Realty Income wird aktiver. Am 20. Januar hob die Deutsche Bank ihre Bewertung von "Hold" auf "Buy" an und setzte das Kursziel bei 69 US-Dollar – der höchste Wert aller aktuellen Einschätzungen. Auch Morgan Stanley zog nach und erhöhte das Ziel Ende Dezember von 62 auf 65 US-Dollar.

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Insgesamt kommen vier Analysten auf eine Kaufempfehlung, elf bleiben bei "Hold", nur einer rät zum Verkauf. Der Konsens liegt bei 62,71 US-Dollar.

Quartalszahlen übertreffen Erwartungen deutlich

Die jüngsten Geschäftszahlen lieferten den Investmenthäusern Argumente für ihre optimistischeren Prognosen. Der REIT meldete einen Umsatz von 1,47 Milliarden US-Dollar – deutlich über den erwarteten 1,35 Milliarden. Das Wachstum im Jahresvergleich betrug 10,5 Prozent, trotz des herausfordernden Zinsumfelds.

Für das Gesamtjahr 2025 stellt das Management einen Gewinn je Aktie zwischen 4,25 und 4,27 US-Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt mit 4,19 US-Dollar gerechnet.

667. Monatsdividende in Folge

Realty Income zahlt seit über 55 Jahren ununterbrochen monatliche Dividenden – ein Alleinstellungsmerkmal unter börsennotierten Immobiliengesellschaften. Am 13. Januar kündigte der Konzern die 667. Ausschüttung an: 0,27 US-Dollar pro Aktie, zahlbar am 13. Februar an Aktionäre, die am 30. Januar im Register stehen.

Die annualisierte Dividendenrendite liegt bei 5,32 Prozent. Als Mitglied der S&P 500 Dividend Aristocrats hat das Unternehmen seine Ausschüttung mehr als 30 Jahre in Folge erhöht.

Europa-Expansion als Wachstumstreiber

Das Portfolio umfasst mittlerweile über 15.500 Immobilien in allen 50 US-Bundesstaaten und acht europäischen Ländern. Ein Deal mit der Sporthandelskette Decathlon über 527 Millionen Euro unterstreicht die Ausrichtung auf den europäischen Markt, insbesondere Großbritannien und Spanien.

Industrieimmobilien machen aktuell 15 Prozent des Bestands aus. Das Management arbeitet daran, diesen Anteil zusammen mit Gaming- und Rechenzentrumsanlagen weiter auszubauen.

Am 24. Februar folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Der Ex-Dividenden-Termin am 30. Januar dürfte kurzfristig für erhöhte Handelsaktivität sorgen.

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