Realty Income schaltet 2026 einen Gang höher. Mit einem Investitionsziel von 8 Milliarden US-Dollar, einer strategischen Partnerschaft mit dem singapurischen Staatsfonds GIC und dem ersten Ausflug nach Mexiko zeigt der REIT, dass er seine Wachstumsstrategie deutlich ausweiten will. Das sind keine kleinen Schritte.

Rekordinvestitionen und neue Kapitalquellen

Bereits im vierten Quartal 2025 setzte Realty Income 2,4 Milliarden Dollar ein — eine spürbare Beschleunigung gegenüber dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management nun 8 Milliarden Dollar an, nach 6,3 Milliarden im Jahr 2025.

Beim bereinigten Funds from Operations (AFFO) je Aktie erwartet das Management für 2026 einen Wert zwischen 4,38 und 4,42 Dollar, was einem Wachstum von rund 2,8 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Die Auslastungsquote soll bei etwa 98,5 Prozent bleiben.

Parallel dazu nähert sich der neue Core-Plus-Fonds seiner Finanzierungsrunde: Bis Ende März 2026 sollen Kapitalzusagen von bis zu 1,7 Milliarden Dollar abgeschlossen sein. Diese private Kapitalquelle ergänzt die klassische Eigenkapitalfinanzierung über die Börse — und verbreitert die Finanzierungsbasis erheblich.

GIC-Partnerschaft und Mexiko-Einstieg

Das Joint Venture mit GIC konzentriert sich auf die Entwicklung von Logistikimmobilien in den USA, die langfristig an bonitätsstarke Mieter vermietet werden. Das kombinierte Kapitalvolumen liegt bei über 1,5 Milliarden Dollar.

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Gleichzeitig steigt Realty Income erstmals in Lateinamerika ein: Gemeinsam mit GIC und dem Entwicklungspartner Hines werden Industrieimmobilien in Mexiko-Stadt und Guadalajara finanziert und entwickelt, die an Unternehmen aus dem Global Fortune 100 vermietet sind. Der vereinbarte Kaufpreis nach Fertigstellung beläuft sich auf rund 200 Millionen Dollar.

CEO Sumit Roy gibt allerdings einen Zeithorizont von drei bis fünf Jahren vor, bis diese neuen Kanäle vollständig zum Ertragswachstum beitragen. Der volle Effekt liegt also noch vor dem Unternehmen.

Rückenwind durch Zinsentwicklung

Die US-Notenbank hat den Leitzins seit Dezember 2025 zweimal gesenkt, auf nun 3,75 Prozent. Die zehnjährige Treasuryrendite liegt bei 4,08 Prozent — 50 Basispunkte unter dem Höchststand vom Mai 2025. Für Realty Income bedeutet das günstigere Finanzierungskosten und eine bessere Bewertungsgrundlage.

Aktuell liegen die Anfangsrenditen bei Akquisitionen im niedrigen 7-Prozent-Bereich, was gesunde Margen über die Kapitalkosten hinaus ermöglicht. Das Management weist jedoch darauf hin, dass sinkende Finanzierungskosten für private Käufer den Wettbewerb verschärfen und diese Spreads künftig unter Druck setzen könnten.

Geordneter Führungswechsel

Auf Managementebene verlässt Michelle Bushore, Chief Legal Officer und General Counsel, das Unternehmen — bleibt aber bis zum 2. September 2026 im Amt, um eine geordnete Übergabe zu gewährleisten. Sie erhält dafür eine Halteprämie in Form von Restricted Shares im Wert von rund 513.000 Dollar. Die Suche nach einer Nachfolge läuft bereits.

Angesichts des laufenden M&A-Volumens, der Mexiko-Expansion und der neuen Fondsinitiativen ist eine stabile Rechtsabteilung für Realty Income kein Nebenschauplatz. Die lange Übergangszeit deutet darauf hin, dass das Management genau das sicherstellen will.

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