Rapid Wien führt nach Rekordstart
Der SK Rapid Wien grüßt nach sechs Spieltagen souverän von der Tabellenspitze der österreichischen Bundesliga. Mit dem eindrucksvollen 4:1-Heimsieg gegen die WSG Tirol bauten die Hütteldorfer ihren Vorsprung auf fünf Punkte aus.
Im Zentrum des Erfolgs steht Cheftrainer Peter Stöger, der mit fünf Siegen und einem Unentschieden einen historischen Vereinsrekord aufgestellt hat. Nie zuvor startete ein Rapid-Trainer so erfolgreich in eine Bundesliga-Saison.
Stöger schreibt Vereinsgeschichte
Seit seiner Rückkehr nach Hütteldorf hat der 59-Jährige dem Traditionsverein neues Leben eingehaucht. Mit 16 von 18 möglichen Punkten übertrifft er die bisherigen Bestmarken von Trainerlegenden wie Otto Baric und Heribert Weber.
"Als Trainerteam hat man ein gutes Gefühl, wenn man diese Bank hat, weil wir wissen, dass da immer etwas möglich ist", erklärt Stöger nach dem jüngsten Erfolg.
Stögers ruhige Art gibt der Mannschaft die nötige Sicherheit für konstante Topleistungen. Der Rekordstart entfacht erstmals seit Jahren wieder Hoffnungen auf den ersten Meistertitel seit 2008.
Machtdemonstration gegen ungeschlagene Tiroler
Vor 20.222 Zuschauern im Allianz Stadion dominierte Rapid die bis dahin ebenfalls verlustpunktfreie WSG Tirol. Die Torschützen Nikolaus Wurmbrand, Claudy Mbuyi, Nenad Cvetkovic und Marco Tilio sorgten für den klaren 4:1-Erfolg.
Besonders bemerkenswert: Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Benjamin Böckle - ausgerechnet eine Rapids Leihgabe - erhöhte das Team den Druck und entschied die Partie souverän.
Kaderbreite als Erfolgsfaktor
Ein Schlüssel zum aktuellen Höhenflug ist die bemerkenswerte Qualität der Ersatzbank. Stöger kann durch gezielte Wechsel neue Impulse setzen - wie gegen Tirol, als die Einwechselspieler maßgeblich am klaren Endergebnis beteiligt waren.
Diese Tiefe ermöglicht es Rapid, auf verschiedene Spielsituationen zu reagieren und das hohe Tempo über 90 Minuten zu halten. Im Gegensatz zu früheren Jahren verteilt sich die Verantwortung nun auf mehrere Schultern.
Erste harte Prüfungen stehen bevor
Trotz der Euphorie bleibt Stöger bodenständig: "Die letzten Jahre war Platz vier das Maximum und jetzt sollen wir nach sechs Runden Meisterschaftskandidat Nummer eins sein."
Seine Erfahrung von erfolgreichen Stationen in Deutschland verleiht dieser Einschätzung Gewicht. Die kommenden Wochen werden zur ersten echten Belastungsprobe:
- Mittwoch: ÖFB-Cup beim SV Oberwart
- Bald: Auswärtsspiel beim GAK
- 28. September: Wiener Derby gegen Austria Wien
Gelingt es Rapid, die Form über diese Hürden zu konservieren, könnten die Meisterträume in Hütteldorf realer werden als seit Langem. Die Weichen für eine historische Saison sind gestellt.








