Der Mediengigant verzeichnet einen beachtlichen Kursgewinn von 7% nach Bekanntwerden eines potenziellen Deals mit dem US-Investor zur strategischen Neuausrichtung.


Die Aktie des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 erreichte am Montag mit 6,76 Euro den höchsten Stand seit Juli 2024 und verzeichnete einen beeindruckenden Kursanstieg von über 7 Prozent. Seit Anfang Dezember hat sich der Wert der Aktie damit um etwa 50 Prozent gesteigert. Hintergrund dieser positiven Entwicklung ist die potenzielle Transaktion mit dem US-Investor General Atlantic, der über eine Wandelanleihe mit bis zu zehn Prozent bei ProSiebenSat.1 einsteigen könnte. Im Gegenzug würde General Atlantic seine Minderheitsbeteiligungen am E-Commerce-Geschäft NuCom und der ParshipMeet Group an den Medienkonzern abgeben. Diese strategische Neuausrichtung kommt bei Investoren offenbar gut an, obwohl der Aufsichtsrat von ProSiebenSat.1 mitgeteilt hat, dass er sich "derzeit noch mit einzelnen Aspekten einer möglichen Transaktion mit General Atlantic" befasse und dementsprechend noch keine endgültige Entscheidung getroffen habe. Eine Bedingung für den Deal ist, dass sich ProSiebenSat.1 von mindestens einer seiner Beteiligungen trennt – entweder der Online-Parfümerie Flaconi oder dem Vergleichsportal Verivox. Laut Informationen von Bloomberg könnte Verivox für mehr als 250 Millionen Euro an die italienische Moltiply Group verkauft werden.

Großaktionäre beobachten strategischen Wandel

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Die geplante Transaktion wird von den beiden Großaktionären des Unternehmens genau verfolgt. Der italienische Medienkonzern MediaForEurope (MFE), der von der Berlusconi-Familie kontrolliert wird, hält nahezu 30 Prozent der Anteile – knapp unter der Schwelle, die ein Pflichtangebot erforderlich machen würde. MFE hat bereits 3,4 Milliarden Euro an Finanzierung für eine potenzielle Übernahme gesichert und drängt seit langem darauf, dass ProSiebenSat.1 nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte veräußert, um die Schulden zu reduzieren. Auch die tschechische PPF-Gruppe als zweiter Großaktionär beobachtet diese strategischen Schritte aufmerksam. Der mögliche Einstieg von General Atlantic und die damit verbundene Wandelanleihe könnten die Anteile der bestehenden Aktionäre verwässern, falls diese in Aktien umgewandelt wird – ein Aspekt, der möglicherweise zur vorsichtigen Herangehensweise des Aufsichtsrats an den Deal beiträgt. Diese Konstellation erklärt auch, warum der Aufsichtsrat den Vorstand beauftragt hat, einige Kriterien der Transaktion erneut zu prüfen, wobei insbesondere Bedenken hinsichtlich möglicher zu hoher Kosten im Raum stehen.

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