Die Porsche AG präsentiert einen technischen Durchbruch bei der E-Auto-Reichweite – doch die Börse interessiert das nicht. Statt Euphorie über die KI-gesteuerte Innovation dominiert am Donnerstag Verkaufsdruck. Der neue CEO Michael Leiters startet mit einem klassischen Dilemma: Gute Nachrichten aus der Entwicklung treffen auf ein Marktumfeld, das nur noch Risiken preist.

Die Fakten im Überblick:
- Porsche-Aktie fällt zeitweise auf 45,49 Euro (-2,1%)
- KI-Technologie reduziert Schaltverluste um bis zu 95%
- Branchenweite Schwäche belastet gesamten Automobilsektor
- Pre-Close Call am 20. Januar im Fokus

Reichweiten-Revolution ohne Marktreaktion

Porsche Engineering verkündete heute einen technologischen Fortschritt, der direkt an einem der größten Kaufhindernisse bei Elektrofahrzeugen ansetzt. Durch KI-optimiertes "Soft Switching" in den Wechselrichtern lassen sich Schaltverluste bei Leistungstransistoren um 95 Prozent verringern. Das Resultat: spürbar mehr Reichweite ohne größere Batterien oder höhere Kosten.

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Die Marktreaktion? Ernüchternd. Statt die Innovation zu würdigen, ziehen Anleger das Papier auf ein Tagestief von 45,49 Euro. Verantwortlich dafür ist die breite Sektorschwäche. Neue Diskussionen auf EU-Ebene zur Verbrenner-Regulatorik belasten Mercedes-Benz, BMW und eben auch Porsche gleichermaßen. Die fundamentale Produktverbesserung geht im Branchenlärm unter.

Leiters' Einstand unter Druck

Michael Leiters, seit 1. Januar neuer Vorstandsvorsitzender, erlebt einen steinigen Start. Der ehemalige Ferrari-Technikchef hatte seine neue Rolle als "aufregendste in der gesamten Automobilindustrie" bezeichnet. Die Realität konfrontiert ihn unmittelbar mit der Herausforderung, technische Exzellenz und Kostenmanagement zu vereinen – und das in einem Marktumfeld, das vor allem den schwächelnden China-Absatz und hohe Elektrifizierungskosten fokussiert.

Die Analysten zeigen sich dennoch zuversichtlich. JPMorgan bestätigte das "Overweight"-Rating mit einem Kursziel von 58 Euro. Das impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 28 Prozent zum aktuellen Niveau. Der Kapitalmarkt preist jedoch derzeit die Risikoseite ein, nicht die Chancen.

Kritische Marke bei 45 Euro

Charttechnisch wird die Unterstützung bei 45 Euro zur Bewährungsprobe. Ein nachhaltiger Rutsch darunter könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen und das 52-Wochen-Tief von 39,60 Euro in Reichweite bringen. Der Pre-Close Call am 20. Januar dürfte erste Hinweise liefern, ob das neue Management die operative Wende einleiten kann.

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