Der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen durchlebt aktuell die dunkelsten Stunden seiner noch jungen Börsengeschichte. Nach einem massiven Abverkauf in der vergangenen Woche nähert sich das Papier gefährlich seinem Allzeittief, während Analysten ihre Prognosen drastisch zusammenstreichen. Parallel zum heutigen Pre-Close Call fragen sich Investoren: Ist das Ende der Fahnenstange erreicht oder steht der eigentliche Absturz noch bevor?

Die Gründe für die extreme Skepsis am Markt sind fundamentaler Natur:

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  • Dramatischer Gewinneinbruch: Das Ergebnis pro Aktie kollabierte in den ersten neun Monaten 2025 auf 0,13 Euro (Vorjahr: 3,03 Euro).
  • Absatzkrise: Die Auslieferungen sanken weltweit auf 279.449 Fahrzeuge.
  • China-Problem: Strukturelle Nachfrageschwäche im wichtigsten Markt für Luxusgüter.
  • Modell-Lücke: Das Auslaufen der Verbrenner-Versionen von Macan und der 718-Reihe hinterlässt Umsatzlücken.

Analysten ziehen die Reißleine

Die Reaktion der Experten auf die fundamentale Schieflage fällt eindeutig aus. Barclays stufte die Aktie am gestrigen Montag auf "Underweight" herab und senkte das Kursziel auf 40 Euro. Auch Merrill Lynch bewertet den Titel inzwischen mit "Underperform". Zwar sehen einige Häuser wie UBS oder Berenberg das Papier noch als haltenswert an, doch die Unsicherheit ist greifbar: Die Kursziele schwanken extrem zwischen 38 Euro und 60 Euro.

Der Blick auf die Kursentwicklung untermauert die pessimistische Haltung. Mit einem Minus von über 33 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Börsenwert seit dem Jahreshoch massiv verringert. Aktuell notiert die Aktie bei 40,99 Euro und damit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief von 39,81 Euro.

Übergangsjahr als Geduldsprobe

Im Fokus des heutigen Pre-Close Calls steht die Kommunikation des Managements zur Profitabilität. CFO Jochen Breckner hatte bereits angedeutet, dass der Ausblick konservativer ausfallen muss. Die ursprünglich angepeilten Margen von bis zu 19 Prozent scheinen in weiter Ferne; Analysten kalkulieren für 2026 inzwischen eher mit Korridoren zwischen 10 und 15 Prozent.

Belastet wird die Bilanz durch sogenannte "Flexibilitätskosten". Der parallele Betrieb von Fertigungslinien für Verbrenner und Elektrofahrzeuge verursacht hohe Aufwendungen, die allein in den ersten drei Quartalen 2025 mit rund 2,7 Milliarden Euro zu Buche schlugen.

Neuer CEO, alte Probleme

Hoffnungsträger in dieser Gemengelage ist der neue CEO Michael Leiters. Mit seinem Amtsantritt endet die umstrittene Doppelspitze von Oliver Blume. Leiters, der Erfahrungen von Ferrari und McLaren mitbringt, soll die Marke emotional neu aufladen und den Elektrifizierungskurs korrigieren.

Die strategische Herausforderung bleibt jedoch immens: Volumenstarke Neuheiten wie der elektrische Cayenne werden erst für 2027 oder 2028 in relevanten Stückzahlen erwartet. Bis dahin muss Leiters den Spagat schaffen, die Verkaufszahlen zu stabilisieren, ohne die Exklusivität der Marke durch Rabatte zu beschädigen.

Anleger müssen sich zudem auf magere Ausschüttungen einstellen. Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr dürfte auf 0,93 Euro zusammenschmelzen – ein Bruchteil der 2,31 Euro aus dem Vorjahr. Solange die neuen Modelle nicht greifen und die Kostenstruktur durch die Doppelgleisigkeit der Antriebe belastet bleibt, fehlt der Aktie kurzfristig die Fantasie für eine nachhaltige Erholung.

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