Clear Street überrascht zum Jahresende mit einer Hochstufung der Plug Power-Aktie – senkt aber gleichzeitig das Kursziel. Was zunächst widersprüchlich klingt, hat einen konkreten Hintergrund: Der Wasserstoff-Spezialist hat frisches Kapital aufgenommen, was die Bewertung verwässert, aber gleichzeitig strategische Spielräume eröffnet.

Hochstufung mit Begründung

Analyst Tim Moore von Clear Street stufte die Aktie am 31. Dezember von "Hold" auf "Buy" hoch. Das Kursziel senkte er jedoch von 3,50 auf 3,00 US-Dollar. Ausgehend vom Schlusskurs von 1,97 US-Dollar impliziert das neue Ziel ein Aufwärtspotenzial von rund 52 Prozent.

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Moore begründet die Empfehlung mit einem verbesserten Chance-Risiko-Verhältnis nach den jüngsten Kursverlusten. Als konkrete Faktoren nennt er:

  • Ein Kostensenkungsprogramm über 200 Millionen US-Dollar
  • Den neu gewonnenen Vertrag mit Allied Green Ammonia
  • Geplante Preiserhöhungen bei Produkten

Verwässerung belastet Bewertung

Die Kurszielsenkung ist eine direkte Folge der Kapitalmaßnahme: Plug Power hat jüngst 399,4 Millionen US-Dollar durch Wandelanleihen eingesammelt. Das Geld ermöglicht zwar den Abbau teurer Schulden und senkt die Zinslast. Doch die Umwandlung der Anleihen in Aktien erhöht die Gesamtzahl der Anteile – und das drückt rechnerisch auf den Gewinn je Aktie.

Moore legt seiner Bewertung ein Vielfaches von 4x EV/Umsatz zugrunde, basierend auf geschätzten Erlösen von 1,07 Milliarden US-Dollar für 2027. Das Problem: Plug Power hat in 28 Jahren Firmengeschichte noch nie einen Gewinn erwirtschaftet. Andere Analysten rechnen nicht vor 2031 mit schwarzen Zahlen.

Hauptversammlung im Fokus

Ende Januar steht eine entscheidende Abstimmung an. Die Aktionäre sollen über die Genehmigung weiterer Aktien und einen möglichen Reverse Split entscheiden – beides Voraussetzungen für künftige Kapitalerhöhungen und die Einhaltung der Börsennotierung. Der Ausgang dieser Versammlung dürfte die kurzfristige Kursentwicklung maßgeblich beeinflussen.

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