Plug Power startet ins neue Jahr mit gemischten Signalen. Auf der einen Seite steht ein frischer Analysten‑Aufwind, auf der anderen eine heikle Abstimmung über eine deutliche Ausweitung des Aktienkapitals. Im Kern geht es darum, ob das Unternehmen seinen Weg zur angestrebten Profitabilität finanzieren kann, ohne die bestehenden Aktionäre zu stark zu verwässern.

Analysten-Upgrade trifft Verwässerungssorgen

Auslöser der jüngsten Kursbewegung war eine Studie des Analysehauses Clear Street. Analyst Tim Moore stufte die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch, senkte zugleich aber das Kursziel von 3,50 auf 3,00 US‑Dollar. Vom aktuellen Niveau von 1,97 US‑Dollar aus betrachtet sieht Clear Street damit weiterhin ein deutliches Aufwärtspotenzial.

Begründet wird die höhere Einstufung mit einem Kostensenkungsprogramm im Umfang von 200 Millionen US‑Dollar und verbesserten Preisstrategien. Aus Sicht des Analysten wirkt die Bewertung heute attraktiver als noch im Oktober, als die Aktie in der Nähe von 4 US‑Dollar gehandelt wurde. Besonders hervorgehoben wird der „Allied Green Ammonia“-Vertrag, der nach Einschätzung von Clear Street eine Schlüsselrolle dabei spielen könnte, Plug Power in den kommenden Jahren zu einem positiven bereinigten EBITDA zu führen.

Ganz ohne Vorbehalte bleibt die Analyse aber nicht. Das gesenkte Kursziel spiegelt explizit die Verwässerung durch eine im November abgeschlossene Refinanzierung über Wandelanleihen wider. Bewertet wird Plug Power auf Basis eines EV/Sales‑Multiples von 4 auf geschätzte Umsätze von 1,07 Milliarden US‑Dollar im Jahr 2027 – ambitioniert, aber nicht mehr so hoch wie früher.

Brisante Abstimmung Ende Januar

Parallel zu der positiven Analystenstimme arbeitet das Management an einer Maßnahme, die für die Aktionäre weitreichende Folgen hat. Die außerordentliche Hauptversammlung, ursprünglich für den 15. Januar angesetzt, wurde auf den 29. Januar 2026 verschoben.

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Zentrales Thema dieser Versammlung ist ein Vorschlag, die Zahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 Milliarden auf 3,0 Milliarden zu verdoppeln. In den am 31. Dezember eingereichten Unterlagen bezeichnet das Unternehmen diesen Schritt als „essenziell“, um finanzielle Verpflichtungen erfüllen und ausreichend Flexibilität für die weitere Finanzierung des laufenden Betriebs sichern zu können.

Der Verwaltungsrat macht dabei keinen Hehl aus der Alternativenlosigkeit: Sollte der Vorschlag (Proposal 2) keine Mehrheit finden, will Plug Power einen Reverse Stock Split durchführen, um auf diesem Weg neue Aktienkapazität zu schaffen. Die Verschiebung der Versammlung verschafft dem Management zusätzliche Zeit, um Stimmen der zum Stichtag 12. Dezember 2025 eingetragenen Aktionäre einzusammeln.

Operative Fortschritte, finanzielle Belastung

Abseits der Kapitalmaßnahmen meldet Plug Power operative Fortschritte. So wurde mit Hy2gen eine Absichtserklärung für die Installation eines 5‑MW‑PEM‑Elektrolyseurs im französischen Signes unterzeichnet. Zudem hat das Unternehmen ein weiteres 5‑MW‑System für Cleanergy Solutions in Namibia in Betrieb genommen.

Ein weiteres Signal in diese Richtung ist ein Auftrag im Volumen von 2,8 Millionen US‑Dollar zur Belieferung des NASA Glenn Research Centers mit flüssigem Wasserstoff. Solche Projekte werden von Marktbeobachtern als technologische Referenz gewertet, da sie Einsatzfähigkeit in anspruchsvollen Anwendungen unterstreichen.

Finanziell bleibt die Lage dennoch angespannt. Laut den im Artikel zitierten Daten von InvestingPro arbeitet Plug Power weiterhin mit deutlich negativen Bruttomargen von zuletzt rund ‑70,7 %. Die Aktie liegt über zwölf Monate betrachtet im Minus, konnte sich in den letzten sechs Monaten des Jahres 2025 jedoch um etwa 30 % erholen. Aktuell notiert sie mit 1,97 US‑Dollar nahezu unverändert zum gestrigen Schluss und nur leicht über dem 50‑Tage‑Durchschnitt – ein Hinweis darauf, dass der Markt vorerst abwartet.

Ausblick auf den Januar

Die kommenden Wochen dürften für die weitere Entwicklung des Titels wegweisend werden. Bereits am 6. Januar tritt das Management auf einer Konferenz auf, bei der insbesondere der Liquiditätsfahrplan im Mittelpunkt stehen soll. Dort dürfte klarer werden, wie Plug Power die Zeit bis zur angestrebten Profitabilität überbrücken will.

Der entscheidende Termin bleibt jedoch der 29. Januar. Fällt die Abstimmung zugunsten der Erhöhung des genehmigten Aktienkapitals aus, kann das Unternehmen seine Equity‑Finanzierung in der bisherigen Logik fortsetzen. Scheitert der Vorschlag, wäre der angedrohte Reverse Stock Split der unmittelbare nächste Schritt – ein Signal, das der Markt erfahrungsgemäß eher skeptisch bewertet. In diesem Spannungsfeld zwischen Finanzierungssicherheit und Verwässerungsangst entscheidet sich im Januar, auf welcher Grundlage Plug Power seine operative Strategie weiter umsetzen kann.

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