Perseus Mining zieht die Reißleine im Sudan. Der Goldproduzent verkauft seine Mehrheitsbeteiligung am Meyas-Sand-Projekt für 260 Millionen US-Dollar in bar. Damit reagiert das Management auf die anhaltenden politischen Unruhen und schafft gleichzeitig finanziellen Spielraum für neue Projekte in stabileren Regionen.

Strategischer Rückzug aus Krisengebiet

Die Entscheidung zum Verkauf der 70-prozentigen Beteiligung ist eine direkte Folge des langwierigen bewaffneten Konflikts im Sudan. Die Sicherheitslage verhinderte zuletzt, das Projekt in einem wirtschaftlich sinnvollen Maßstab voranzutreiben. Der Käufer hat bereits eine Anzahlung von 10 Millionen US-Dollar geleistet; die restlichen 250 Millionen US-Dollar sollen bis zum geplanten Abschluss der Transaktion am 22. April 2026 fließen.

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Mit dem frischen Kapital stärkt Perseus seine ohnehin robuste Bilanz. Ende 2025 verfügte das Unternehmen bereits über liquide Mittel und Goldbestände im Wert von 755 Millionen US-Dollar – bei gleichzeitiger Schuldenfreiheit. Ein Teil der Erlöse könnte über das bestehende Aktienrückkäufprogramm im Volumen von 100 Millionen Australischen Dollar an die Aktionäre zurückgegeben werden.

Fokus auf Tansania und Elfenbeinküste

Parallel zum Sudan-Ausstieg investiert Perseus in neue Wachstumschancen. Erst vor wenigen Tagen sicherte sich der Konzern für rund 23,7 Millionen Australische Dollar einen Anteil von knapp zehn Prozent an Aurum Resources. Der operative Fokus verlagert sich nun verstärkt auf die Entwicklung bestehender Standorte:

  • Nyanzaga (Tansania): Die erste Goldproduktion ist für Januar 2027 geplant.
  • Yaouré (Elfenbeinküste): Die kommerzielle Produktion im neuen Untertage-Projekt soll im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2027 starten.
  • Jahresziel 2026: Perseus strebt eine Gesamtproduktion von 400.000 bis 440.000 Unzen Gold an.

Die Anleger reagierten am Mittwoch positiv auf die Bereinigung des Portfolios. Die Aktie legte um über sieben Prozent zu und notiert aktuell bei 3,08 Euro. Trotz des heutigen Aufwindes bleibt das Papier mit einem Abschlag von rund 20 Prozent noch deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von Ende Januar.

Während der Sudan-Rückzug das geopolitische Risiko im Portfolio senkt, steigen die Anforderungen an die verbleibenden Projekte. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die ehrgeizigen Produktionsziele trotz der angepassten Kostenprognose von bis zu 1.760 US-Dollar pro Unze erreicht werden können. Insbesondere die Entwicklung in Tansania dürfte hierbei für die Bewertung der Aktie maßgeblich sein.

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