PayPal Aktie: Warnung vor Gegenwind
Trotz eines leichten Kursanstiegs zum Wochenstart müssen sich PayPal-Anleger mit skeptischen Stimmen auseinandersetzen. Das Analysehaus Monness Crespi & Hardt hat seine Kaufempfehlung gestrichen und stuft das Papier nun nur noch als "Neutral" ein. Im Zentrum der Kritik stehen dabei nicht die aktuellen Zahlen, sondern wachsende Zweifel an den Markterwartungen für das Jahr 2026 und die Sorge um die US-Konsumenten.
Zweifel an den Prognosen für 2026
Die Herabstufung begründen die Analysten primär mit der Einschätzung, dass die aktuellen Markterwartungen für das Kalenderjahr 2026 noch nicht ausreichend nach unten korrigiert wurden. Das Management von PayPal habe zuletzt Kommentare abgegeben, die "weniger als vielversprechend" geklungen hätten. Zudem dauere die Umsetzung der Wachstumsinitiativen länger als erhofft.
Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist das makroökonomische Umfeld. Die Analysten verweisen auf eine zunehmende Schwäche bei jenen 90 Prozent der US-Verbraucher, die für die Hälfte der Ausgaben verantwortlich sind. Diese Konsumzurückhaltung trifft den Zahlungsdienstleister zu einem kritischen Zeitpunkt, da er versucht, sich strategisch neu aufzustellen. Auch wenn das langfristige Szenario intakt bleibe, sieht das Analysehaus kurzfristig attraktivere Einstiegsmöglichkeiten als das aktuelle Niveau.
Günstige Bewertung trifft auf strategischen Umbau
Trotz der pessimistischen Analystenstimme legte die Aktie gestern um rund 2 Prozent auf 59,29 US-Dollar zu. Das Papier notiert zwar weiterhin in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs, doch die fundamentale Bewertung scheint für einige Marktteilnehmer verlockend: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 10 und einer Marktkapitalisierung von gut 54 Milliarden US-Dollar ist PayPal historisch günstig bewertet.
Um das Geschäftsmodell zu stärken, treibt CEO Alex Chriss zwei wesentliche Projekte voran:
* Eigene Banklizenz: Mitte Dezember beantragte PayPal die Gründung der "PayPal Bank" in Utah. Ziel ist es, Geschäftskunden Kredite direkt und ohne Zwischenhändler anzubieten, was die Margen verbessern würde.
* Krypto und KI: Der Stablecoin PYUSD soll künftig zur Finanzierung von KI-Infrastruktur genutzt werden, was eine neue Einnahmequelle im wachsenden Markt für Rechenleistung erschließen könnte.
Blick auf die Quartalszahlen
Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Skepsis der Analysten zu widerlegen, wird sich am 3. Februar 2026 zeigen. Dann veröffentlicht PayPal die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor Börsenbeginn. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,29 US-Dollar. Entscheidend wird dabei sein, ob das Unternehmen Fortschritte bei der Monetarisierung der Tochter Venmo und beim Wachstum des klassischen Bezahlbuttons nachweisen kann.
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