Starkes Wachstum, milliardenschwere Staatsaufträge — und dennoch verkaufen die eigenen Führungskräfte in großem Stil. Palantir steht exemplarisch für ein Spannungsfeld, das Anleger derzeit intensiv beschäftigt: Wie viel ist exzeptionelles Wachstum wert, wenn die Bewertung bereits weit in die Zukunft greift?

Solide Zahlen, ambitionierte Bewertung

Im vierten Quartal 2025 legte Palantir den Umsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 0,25 Dollar übertraf die Analystenerwartungen von 0,23 Dollar. Das sogenannte Rule-of-40-Ergebnis von 127 unterstreicht die ungewöhnlich starke Kombination aus Wachstum und Profitabilität.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?

Trotzdem bleibt die Bewertung ein zentrales Thema. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 202 — verglichen mit einem Branchendurchschnitt von 28,7. Das Forward-KGV hat sich zwar auf etwa 103x komprimiert, nachdem Analysten ihre Gewinnschätzungen für den Zeitraum 2026 bis 2030 nach oben korrigiert haben. Ein Schnäppchen ist die Aktie damit aber noch lange nicht.

Verträge stützen die These

Auf der Geschäftsseite gibt es handfeste Argumente für die Bullen. Stellantis verlängerte die Zusammenarbeit mit Palantir um fünf Jahre und weitet den Einsatz der Foundry- und AIP-Plattformen auf die globalen Standorte aus. Das kommerzielle Segment wuchs zuletzt um 137 Prozent im Jahresvergleich.

Im Verteidigungsbereich soll das Maven-KI-System des US-Verteidigungsministeriums bis Ende des Fiskaljahres 2026 offiziell als dauerhaftes Programm eingestuft werden. Hinzu kommt ein US-Army-Vertrag mit einem Volumen von bis zu zehn Milliarden Dollar über zehn Jahre — ein klares Signal für die strategische Verankerung Palantirs in der digitalen Verteidigungsinfrastruktur.

Insider nehmen Kasse

Während institutionelle Investoren unterschiedliche Wege gehen — Brookstone Capital erhöhte seine Position im vierten Quartal um 143 Prozent, andere Fonds reduzierten ihre Anteile — fällt das Verhalten der Unternehmensführung auf. Innerhalb der letzten drei Monate wurden mehr als 1,04 Millionen Aktien für insgesamt rund 140,5 Millionen Dollar verkauft. CEO Alexander Karp allein trennte sich von 493.025 Aktien im Wert von knapp 66 Millionen Dollar.

Die Insider-Beteiligung liegt nach diesen Transaktionen noch bei 12,93 Prozent. Solche Verkäufe lassen sich nicht automatisch als Misstrauensvotum werten — Diversifikation und Steuerfragen spielen häufig eine Rolle. Auffällig ist das Volumen dennoch.

Analysten bleiben optimistisch

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 198,59 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 44 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Rosenblatt hob sein Ziel jüngst auf 200 Dollar an und verwies auf die strategische Bedeutung integrierter Datenplattformen wie Gotham 5 in einem geopolitisch angespannten Umfeld.

Seit Jahresbeginn steht die Aktie dennoch mit rund 15 Prozent im Minus — trotz eines Zwölf-Monats-Plus von knapp 55 Prozent. Der Markt ringt weiter darum, ob das Wachstumstempo die Prämie rechtfertigt, die Anleger aktuell zahlen.

Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:

Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...