Palantir Aktie: Bewertungssorgen gegen Wachstumschancen
Palantir liefert operative Erfolgsmeldungen am laufenden Band, doch der Aktienkurs konnte davon zuletzt nicht profitieren. Während Analysten sich einen Schlagabtausch über die faire Bewertung liefern, hat das Papier in den letzten 30 Tagen rund 25 Prozent an Wert verloren. Angesichts neuer Partnerschaften auf der einen und Warnungen vor "Luftschlössern" auf der anderen Seite, suchen Anleger nach Orientierung in einer volatilen Marktphase.
Tiefe Gräben bei den Analysten
Die Unsicherheit der Investoren spiegelt sich in den diametral entgegengesetzten Einschätzungen der Experten wider. Am Donnerstag startete Phillip Securities die Bewertung der Palantir-Aktie mit einer Kaufempfehlung ("Buy"). Die Begründung stützt sich auf eine aggressive Wachstumsprognose: Das Analysehaus erwartet für das Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzwachstum von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr, getrieben durch die beschleunigte Einführung von KI-Lösungen im Unternehmenssektor.
Ganz anders sieht die Lage Jefferies-Analyst Brent Thill. In einer aktuellen Notiz vom heutigen Freitag warnt er vor erheblichen Risiken. Thill sieht ein Abwärtspotenzial von bis zu 57 Prozent. Der Hauptgrund für diese Skepsis liegt in der Bewertung: Mit einem historisch hohen Kurs-Umsatz-Verhältnis (P/S) von 111 ist die Aktie extrem teuer bezahlt. Ein solches Niveau verzeiht keine Fehler und setzt eine nahezu perfekte operative Exekution voraus.
Operative Expansion geht weiter
Ungeachtet der Diskussionen um den Aktienkurs baut Palantir sein Geschäftsmodell konsequent aus. Erst diese Woche wurden zwei bedeutende strategische Fortschritte bekannt gegeben:
- Sovereign AI: Am 21. Januar verkündete das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit Sovereign AI und Accenture. Ziel ist der Aufbau und die Skalierung von KI-Rechenzentren der nächsten Generation in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA).
- HD Hyundai: Bereits am 20. Januar wurde im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos eine Ausweitung der Partnerschaft mit HD Hyundai bekannt. Die Technologie von Palantir, die bisher im Schiffbau und Energiebereich genutzt wurde, soll nun auf den gesamten Konzern, inklusive Robotik und Marinesysteme, ausgerollt werden.
Diese Meldungen stützen die These der Optimisten, dass Palantir seine Abhängigkeit von Regierungsaufträgen verringert und im kommerziellen Sektor Fuß fasst.
Blick auf die Zahlen
Der Markt scheint momentan jedoch eher den Bären zuzuhören. Der Kursrutsch der letzten Wochen hat die Aktie deutlich von ihrem 52-Wochen-Hoch bei rund 194 Euro entfernt, aktuell notiert das Papier bei gut 144 Euro. Marktbeobachter werten dies als Korrektur der zuvor heiß gelaufenen Erwartungen.
Ob die hohe Bewertung gerechtfertigt ist, wird sich zeitnah zeigen. Am 2. Februar 2026 legt Palantir nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Diese Zahlen werden den nächsten konkreten Datenpunkt liefern, um zu beurteilen, ob das Umsatzwachstum mit der Bewertung Schritt halten kann.
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