Oracle Aktie: Auftragsbestand vervierfacht
Oracle hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Angetrieben von einem massiven Hunger nach KI-Infrastruktur verzeichnet der Softwarekonzern nicht nur ein starkes Umsatzplus, sondern auch einen beispiellosen Anstieg der Vorabbestellungen. Die neuen Zahlen belegen, wie stark das Unternehmen vom aktuellen Ausbau der Künstlichen Intelligenz profitiert.
Cloud-Sparte als Wachstumsmotor
Im abgelaufenen Jahresviertel kletterte der Gesamtumsatz um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie ließ Oracle mit 1,79 US-Dollar die Analystenschätzungen hinter sich. Der eigentliche Treiber dieses Wachstums war die Oracle Cloud Infrastructure (OCI). Hier schossen die Erlöse um 84 Prozent nach oben, während das spezifische Segment für KI-Infrastruktur sogar ein beachtliches Plus von 243 Prozent verbuchte.
Ein zentrales Highlight der Präsentation war die Entwicklung der verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO). Dieser Auftragsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als vervierfacht und beläuft sich nun auf 553 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil dieses Volumens stammt aus langfristigen Verträgen mit großen Akteuren aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Auf Basis dieser Dynamik hob das Management die Ziele für die kommenden Jahre an:
* Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 steigt von 85 auf 90 Milliarden US-Dollar.
* Erwartetes Cloud-Wachstum im vierten Quartal 2026 liegt bei 44 bis 48 Prozent.
* OCI-Umsätze sollen in den nächsten fünf Jahren von 18 auf 144 Milliarden US-Dollar klettern.
* Investitionsbudget (CapEx) für 2026 bleibt bei 50 Milliarden US-Dollar.
Hohe Investitionen belasten kurzfristig
Um die gewaltige Nachfrage bedienen zu können, baut Oracle seine physische Infrastruktur massiv aus. Das Management betont, dass die aktuellen Kundenanfragen das verfügbare Angebot bei Weitem übersteigen. Analysten von Guggenheim sehen in den bereits gebuchten Kapazitäten ein enormes Potenzial für steigende freie Cashflows bis zum Ende des Jahrzehnts und rufen ein langfristiges Kursziel von 400 US-Dollar auf.
Trotz der fundamental starken operativen Entwicklung zeigt ein Blick auf die Kursdaten ein anderes Bild. Mit einem Freitagsschlusskurs von 135,68 Euro notiert das Papier auf Jahressicht knapp 19 Prozent im Minus und sucht nach dem tiefen Fall vom 52-Wochen-Hoch bei 280,70 Euro weiterhin nach einem tragfähigen Boden.
Die Diskrepanz zwischen operativen Rekordzahlen und der schwachen Aktienkursentwicklung spiegelt die Prioritäten des Marktes wider. Solange die massiven Investitionen von 50 Milliarden US-Dollar den kurzfristigen freien Cashflow belasten, verlangt der Titel von Investoren einen langen Atem, bis die gigantischen Auftragsbestände in tatsächliche Gewinne umgemünzt werden.
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