Ocugen Aktie: Analyst bleibt optimistisch
Ocugen sorgt erneut für Gesprächsstoff – diesmal durch eine klare Analystenstimme gegen den Strom. Während der Markt zuletzt schwankte und Einschätzungen auseinandergehen, hält ein prominentes Analysehaus unbeirrt an seinem positiven Blick auf den Biotech-Titel fest. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die aktuelle Ertragslage, sondern vor allem die Perspektive der Gentherapie-Pipeline.
Chardan Capital setzt weiter auf Ocugen
Die Investmentbank Chardan Capital hat heute ihre Kaufempfehlung für Ocugen bestätigt. Analyst Daniil Gataulin bleibt bei seinem „Buy“-Rating und hält zugleich am Kursziel von 7 US-Dollar fest. Damit knüpft er an seine Einschätzung aus dem Jahr 2025 an und signalisiert: An der grundlegenden Investmentstory hat sich aus seiner Sicht nichts geändert.
Besonders bemerkenswert ist das Kurspotenzial, das er damit unterstellt. Ausgehend vom letzten Schlusskurs entspricht das Kursziel einem rechnerischen Aufschlag von rund 314 %. Für ein Nebenwert-Biotech ist das ambitioniert – aber im Sektor nicht unüblich, wenn Pipeline-Fantasie und klinische Meilensteine im Fokus stehen.
Ganz einig ist sich der Markt allerdings nicht. Während Chardan klar bullish bleibt, liegt der breitere Analystenkonsens bei einem vorsichtigeren „Hold“. Zusätzlich hat Weiss Ratings die Aktie sogar mit „Sell“ eingestuft. Die Spannbreite der Meinungen zeigt: Ocugen ist und bleibt ein spekulativer Titel, bei dem Erwartungen und Risiko dicht beieinanderliegen.
Fundamentaldaten: Umsatz überrascht, Gewinnzone weit entfernt
Ein Blick in die jüngsten Zahlen erklärt, warum die Lager so gespalten sind. Operativ liefert das Unternehmen positive Signale beim Umsatz, bleibt aber klar in der Verlustzone.
Wesentliche Kennpunkte:
- Quartalsverlust je Aktie: -0,07 US-Dollar, damit unter den Analystenerwartungen
- Quartalsumsatz: 3,5 Mio. US-Dollar, über den Prognosen
- Verschuldung: Hoher Verschuldungsgrad, Debt-to-Equity-Ratio bei 8,04
- Profitabilität: Wichtige Kennziffern wie Eigenkapitalrendite (ROE) und Nettomarge sind negativ
Damit zeigt Ocugen ein typisches Profil vieler kleiner Biotech-Unternehmen: Erste Erlöse, aber noch kein tragfähiges, profitables Geschäftsmodell. Der hohe Leverage und die anhaltend negativen Margen rücken die Kapitalstruktur in den Mittelpunkt. Marktbeobachter dürften daher genau verfolgen, wie lange das aktuelle Finanzpolster reicht und welche Finanzierungsoptionen künftig genutzt werden.
An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage in starken Schwankungen wider. Die Aktie notiert derzeit bei 1,53 Euro und liegt damit rund 20 % unter ihrem jüngsten 52‑Wochen-Hoch, aber deutlich über dem Tief des vergangenen Jahres. Die Rendite von gut 115 % auf Sicht von zwölf Monaten zeigt, wie volatil der Wert gehandelt wird.
Pipeline als Kern der Investmentstory
Warum bleibt Chardan Capital trotz der angespannten Profitabilität bei „Buy“? Der entscheidende Treiber ist die Entwicklungspipeline im Bereich Gentherapie für Netzhauterkrankungen.
Ocugen arbeitet an mehreren Kandidaten, die auf die Behandlung von Erkrankungen der Netzhaut zielen. Besonders im Fokus stehen die Programme OCU410 und OCU410ST. Zu beiden Projekten gab es zu Monatsbeginn positive vorläufige Studiendaten, die als konkrete Kurstreiber fungierten. Solche Datenpunkte sind im Biotech-Sektor zentral, da sie die Wahrscheinlichkeit späterer Zulassungen und damit künftiger Umsätze beeinflussen.
Hinzu kommt eine klar umrissene Roadmap: Das Unternehmen plant in den kommenden drei Jahren drei separate regulatorische Einreichungen. Diese Zeitachse ist ein wesentlicher Baustein der Wachstumsfantasie, auf die sich optimistische Analysten stützen. Jede Einreichung kann dabei als eigenständiger Katalysator wirken – sowohl im Erfolgs- als auch im Risikofall.
Fazit: Klare Story, hohes Spannungsfeld
Ocugen steht an einem Punkt, an dem Bewertung und Realität weit auseinandergehen: Operativ schreibt das Unternehmen Verluste und trägt eine hohe Verschuldung, gleichzeitig setzt ein Teil der Analysten auf deutlichen Wertzuwachs durch die Gentherapie-Pipeline. Das bestätigte 7‑Dollar-Kursziel von Chardan Capital unterstreicht diese Wette auf künftige klinische und regulatorische Erfolge, während andere Häuser mit „Hold“ oder „Sell“ deutlich zurückhaltender sind. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung werden die nächsten Studiendaten und die Umsetzung der angekündigten drei Zulassungsanträge in den kommenden Jahren sein.
Ocugen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ocugen-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Ocugen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ocugen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ocugen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








