Novo Nordisk Aktie: Zu viel Optimismus?
Novo Nordisk konnte zuletzt dank des erfolgreichen Starts von oralem Wegovy an der Börse wieder Boden gutmachen. Doch nun drückt die Investmentbank Jefferies auf die Bremse. Die Analysten warnen am heutigen Mittwoch, dass die Markterwartungen für das Jahr 2026 trotz der jüngsten Erfolge zu hoch angesetzt sein könnten – und benennen konkrete Risikofaktoren im internationalen Geschäft.
Gegenwind im internationalen Geschäft
Der Kern der skeptischen Analyse liegt nicht im US-Heimatmarkt, sondern im globalen Geschäft. Jefferies weist darauf hin, dass Novo Nordisk außerhalb der Vereinigten Staaten unter stärkerem Druck steht als bislang angenommen. Die Gründe sind vielschichtig: In mehreren Ländern verliert der Pharmakonzern seine Marktexklusivität, was Tür und Tor für günstigeren Wettbewerb öffnet.
Zudem verschärft sich die Konkurrenzsituation durch den Erzrivalen Eli Lilly. Auch CEO Mike Doustdar hatte bereits zuvor auf einer Gesundheitskonferenz eingeräumt, dass 2026 aufgrund generischer Konkurrenz auf internationalen Märkten ein "Jahr des Preisdrucks" werde. Dies steht im Kontrast zu den bisherigen Konsensschätzungen, die laut Jefferies diese Belastungsfaktoren noch nicht vollständig abbilden.
Strategische Allianz vertieft
Ungeachtet der mittelfristigen Warnungen treibt das Unternehmen seine langfristige Forschung voran. Novo Nordisk und das kanadische Biotech-Unternehmen Aspect Biosystems gaben bekannt, ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung heilender Diabetes-Therapien zu intensivieren.
Im Rahmen der erweiterten Partnerschaft überträgt Novo Nordisk bestimmte Technologien an Aspect, darunter Verfahren zur Stammzellenproduktion. Aspect übernimmt die Führung bei Entwicklung und Herstellung, während Novo Nordisk finanzielle Unterstützung leistet und Tantiemen auf zukünftige Verkäufe erhält. Dieser Schritt unterstreicht den Versuch des Unternehmens, über reine Symptombehandlung hinauszugehen und funktionale Heilungsmethoden zu etablieren.
Der jüngste Aufschwung
Die Warnung der Analysten trifft auf eine Aktie, die sich nach einer volatilen Phase zuletzt deutlich erholen konnte. Auf 30-Tage-Sicht verzeichnet das Papier ein Plus von über 26 %.
Auslöser für diese Rally waren primär positive Nachrichten aus den USA:
* Starker Produktstart: Die Verschreibungsdaten für die neue orale Version von Wegovy übertrafen in der ersten Woche die Erwartungen.
* Probleme beim Wettbewerber: Die FDA-Entscheidung für ein Konkurrenzprodukt von Eli Lilly wurde auf April verschoben, was Novo Nordisk kurzfristig Luft verschafft.
Ausblick
Trotz der operativen Erfolge spiegelt sich die vorsichtige Haltung einiger Marktbeobachter bereits in den Prognosen wider. Die Gewinnschätzungen pro Aktie für 2026 wurden in den letzten 60 Tagen leicht nach unten korrigiert. Für den weiteren Jahresverlauf richten sich die Blicke der Anleger nun primär auf die anstehende FDA-Entscheidung zur höheren 7,2-mg-Dosierung der Wegovy-Injektion sowie auf die Nachhaltigkeit der Verkaufszahlen im oralen Segment.
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