Novo Nordisk, einst der unangefochtene Star am Pharma-Himmel, kämpft aktuell massiv gegen den Abwärtstrend. Ein brutaler Schlagabtausch mit Konkurrent Eli Lilly und zunehmend skeptische Analystenkommentare setzen dem Titel schwer zu. Während die Aktie seit Jahresbeginn rund die Hälfte ihres Wertes eingebüßt hat, stellt sich die bange Frage: Bietet dieser Absturz eine historische Kaufchance oder greifen Anleger hier in ein fallendes Messer?

Goldman Sachs zieht Bremse

Der Druck auf den dänischen Pharma-Riesen wächst. Am Freitag sorgte Goldman Sachs für neue Unruhe, als die Investmentbank ihr Kursziel für die US-Notierung (ADR) von 60 auf 54 Dollar senkte. Zwar halten die Experten an ihrer Kaufempfehlung fest, doch der Schritt unterstreicht die wachsende Vorsicht am Markt.

Noch deutlicher werden andere Häuser: Während Barclays bei einer neutralen Haltung bleibt, stufte die Handelsbanken den Titel kürzlich auf "Sell" herab. Auch HSBC strich die Kaufempfehlung. Trotz einer leichten Erholung am Freitag zeigt der Trend der Analystenmeinungen klar nach unten, was die Unsicherheit unter den Investoren weiter schürt.

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Preisschlacht spitzt sich zu

Der eigentliche Grund für die Nervosität liegt jedoch im operativen Geschäft: Der Kampf um die Vorherrschaft auf dem Markt für Abnehmpräparate wird immer härter geführt. Um dem Rivalen Eli Lilly und dessen Medikament Zepbound Paroli zu bieten, sah sich Novo Nordisk gezwungen, die Preise für Ozempic und Wegovy drastisch zu senken. Bestandskunden zahlen nun deutlich weniger, während Neukunden mit Kampfpreisen von 199 Dollar für die ersten Monate gelockt werden.

Zusätzlich droht Gegenwind von staatlicher Seite. Ab 2026 planen mehrere US-Bundesstaaten, darunter New Hampshire, die Kostenübernahme durch Medicaid einzuschränken. Der Grund sind explodierende Ausgaben für GLP-1-Medikamente, die sich seit 2019 vervielfacht haben. Diese Gemengelage drückt auf die Margenfantasie der Anleger.

Profis uneinig im Abwärtstrend

Die Verunsicherung spiegelt sich auch in den Portfolios der Großanleger wider. Während Institutionen wie American Century ihre Bestände massiv abgebaut haben und fast 30 Prozent ihrer Anteile auf den Markt warfen, nutzen andere die tiefen Kurse zum Einstieg. West Family Investments und Loomis Sayles stockten ihre Positionen zuletzt spürbar auf.

Ein Blick auf die Kursentwicklung verdeutlicht das Ausmaß der Krise: Mit einem Minus von über 50 Prozent seit Jahresbeginn notiert die Aktie tief im roten Bereich. Trotz solider Gewinnzahlen im dritten Quartal verfehlte der Umsatz die Erwartungen – ein weiteres Indiz dafür, dass Novo Nordisk in einer schmerzhaften Konsolidierungsphase steckt und der Weg zurück zu alten Hochs steinig bleibt.

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