Novo Nordisk steht vor einem wegweisenden Termin: Am 4. Februar 2026 legt der dänische Pharmakonzern die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Im Fokus steht dabei nicht nur die Bilanz eines schwierigen Jahres mit zwei Prognosesenkungen, sondern auch die Frage, ob die neue Wegovy-Pille den erhofften Schwung bringt.

Wegovy-Pille startet vielversprechend

Die erst Anfang Januar 2026 in den USA breit eingeführte orale Version von Wegovy verzeichnete in ihrer ersten vollen Verkaufswoche 18.410 Verschreibungen. Das Präparat markiert einen Meilenstein: Es ist die erste GLP-1-Tablette zur Gewichtsreduktion – bislang mussten sich Patienten die Wirkstoffe spritzen.

Die Zulassung durch die FDA erfolgte Ende Dezember 2025. Mit der Tablettenform adressiert Novo Nordisk Patienten, die Injektionen scheuen, und könnte damit den adressierbaren Markt für Adipositas-Behandlungen deutlich erweitern.

Was die Zahlen zeigen müssen

Analysten erwarten für das vierte Quartal Umsätze von 11,96 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 89 Cent. Die Messlatte liegt hoch: Novo Nordisk hatte 2025 seine Jahresprognose zweimal nach unten korrigiert – die Umsatzwachstumsprognose fiel von ursprünglich 13 bis 21 Prozent auf nur noch 8 bis 14 Prozent.

Verantwortlich dafür waren eine schleppendere Nachfrage nach Wegovy und Ozempic sowie wachsender Preisdruck durch generische Konkurrenz aus Compounding-Apotheken. Die anstehenden Quartalszahlen werden zeigen, ob das Unternehmen diese Herausforderungen im Schlussquartal besser meistern konnte.

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Investoren achten besonders auf:

  • Umsatzentwicklung bei Wegovy, Ozempic und Rybelsus
  • Auswirkungen des Wettbewerbsdrucks auf die Margen
  • Updates zur regulatorischen Zulassung von CagriSema (Einreichung im Dezember 2025)
  • Performance in internationalen Märkten nach Patentabläufen

Wettbewerb verschärft sich weiter

CEO Mike Doustdar räumte auf der J.P. Morgan Healthcare Conference im Januar ein, dass das internationale Geschäft kurzfristig unter Druck steht. Der Verlust der Marktexklusivität in mehreren Ländern öffnet Generika-Anbietern die Tür.

Gleichzeitig rüsten Konkurrenten auf: Roche hat seinen dualen GLP-1/GIP-Kandidaten CT-388 in die Phase-III-Entwicklung gebracht, Viking Therapeutics treibt VK2735 voran. Hauptrivale Eli Lilly erzielte mit Mounjaro und Zepbound in den ersten neun Monaten 2025 bereits kombinierte Umsätze von 24,8 Milliarden Dollar.

Pipeline als zweites Standbein

Novo Nordisk diversifiziert sein Portfolio: Die im Dezember 2025 abgeschlossene Übernahme von Akero Therapeutics stärkt die Position bei Stoffwechselerkrankungen. Zudem läuft ein Zulassungsantrag für eine höher dosierte Wegovy-Injektion (7,2 mg), die von der europäischen Arzneimittelbehörde bereits positiv bewertet wurde.

Mit der Einreichung für Mim8 zur Behandlung von Hämophilie A erschließt sich das Unternehmen zudem den Bereich seltener Erkrankungen – ein strategischer Schritt weg von der starken Abhängigkeit vom Diabetes- und Adipositas-Geschäft.

Die Quartalszahlen am 4. Februar werden zeigen, ob Novo Nordisk die Trendwende bereits im Schlussquartal 2025 einleitete oder ob der Neustart erst mit der Wegovy-Pille 2026 gelingt.

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