Ein enttäuschtes Alzheimer-Versprechen, eine positive Pipeline-Nachricht und dann plötzlich Entwarnung bei der gefürchteten US-Preisregulierung – Novo Nordisk lieferte Investoren in dieser Woche ein volatiles Auf und Ab. Während Goldman Sachs am Freitag das Kursziel senkte, sorgten überraschend milde Eingriffe der US-Regierung für Erleichterung. Doch was überwiegt: die klinischen Rückschläge oder die regulatorische Entlastung?

Alzheimer-Hoffnung platzt – Pipeline rettet den Tag

Der Wochenstart hätte kaum schlechter laufen können. Am 24. November gab Novo Nordisk bekannt, dass orales Semaglutid in Phase-3-Studien bei Alzheimer versagt hat. Das Medikament konnte den Krankheitsverlauf nicht statistisch signifikant verlangsamen – ein herber Dämpfer für alle, die auf eine lukrative Expansion jenseits von Diabetes und Adipositas spekuliert hatten.

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Doch die Ernüchterung währte nicht lange. Nur einen Tag später kam die Gegenbewegung: Novo Nordisk bestätigte, dass der orale Abnehmkandidat Amycretin nach vielversprechenden Phase-2-Daten in Phase 3 vorrückt. Die Substanz hatte bei Typ-2-Diabetikern sowohl deutlichen Gewichtsverlust als auch eine Senkung des HbA1c-Werts gezeigt. Damit bleibt die Pipeline trotz des Alzheimer-Rückschlags intakt – ein entscheidender Faktor für das langfristige Wachstum.

Inflation Reduction Act: Entwarnung aus Washington

Die eigentliche Kehrtwende kam jedoch am Donnerstag. Berichte deuteten darauf hin, dass die befürchteten Preissenkungen für die Blockbuster Ozempic und Wegovy im Rahmen des US-Inflation Reduction Act deutlich moderater ausfallen dürften als erwartet. Über Monate hinweg hatte diese drohende Regulierung wie ein Damoklesschwert über der Bewertung gehangen – die Angst vor massiven Umsatzeinbußen durch Medicare-Rabatte war real.

Die neue Einschätzung löste unmittelbar eine Erholungsrally aus. Anleger preisten nun ein, dass die finanzielle Belastung überschaubar bleiben könnte. Dieser Stimmungsumschwung trug maßgeblich dazu bei, dass sich die Aktie zum Wochenende hin stabilisierte.

Goldman Sachs senkt Kursziel – hält aber an „Buy" fest

Trotz der positiven Regulierungsnachrichten zog Goldman Sachs am Freitag die Notbremse – zumindest teilweise. Die Analysten senkten das Kursziel von 60 auf 54 US-Dollar, bestätigten aber gleichzeitig ihre Kaufempfehlung. Die Botschaft: kurzfristige Erwartungen müssen nach unten korrigiert werden, das langfristige Potenzial bleibt jedoch intakt.

Parallel dazu zeigen institutionelle Investoren weiter Vertrauen. Wie aus Filings vom 28. November hervorgeht, hat WealthTrust Axiom LLC seine Position um satte 105 Prozent aufgestockt – ein deutliches Signal, dass große Geldgeber trotz Volatilität an der Story festhalten.

Produktionsausbau läuft auf Hochtouren

Im Hintergrund treibt Novo Nordisk den massiven Ausbau seiner Produktionskapazitäten voran. Die chronischen Lieferengpässe bei GLP-1-Medikamenten sollen durch milliardenschwere Investitionen behoben werden. Dieser Infrastrukturausbau ist entscheidend, um die nun weniger stark regulierte Nachfrage in den USA tatsächlich bedienen zu können.

Die Frage für Anleger lautet nun: Reichen die Pipeline-Fortschritte und die regulatorische Entlastung aus, um die klinischen Enttäuschungen zu kompensieren? Die nächsten Quartale werden zeigen, ob Novo Nordisk seine Marktdominanz verteidigen kann – oder ob die Konkurrenz aufholt.

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