Die Aktie der Northrim BanCorp befindet sich in einem spannungsgeladenen Umfeld. Während der Titel charttechnisch wichtige Hürden zurückerobert hat, sorgen die Nachwehen enttäuschender Quartalszahlen weiterhin für juristische Unruhe. Kann die technische Erholung den Druck der laufenden Untersuchungen kompensieren?

Technischer Ausbruch nach Kursschock

In der vergangenen Handelswoche gelang dem Papier ein bedeutender charttechnischer Erfolg. Am Donnerstag überschritt der Kurs die 200-Tage-Linie, die als wichtiger Indikator für den langfristigen Trend gilt. Während dieser gleitende Durchschnitt bei 23,84 US-Dollar verlief, beendete die Aktie den Handel bei 25,60 US-Dollar.

Diese Stabilisierung ist bemerkenswert, da der Titel Ende Januar massiv unter Druck geraten war. Nach der Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal brach der Kurs innerhalb einer Sitzung um rund 15 % ein. Mit einem Gewinn pro Aktie von 0,54 US-Dollar verfehlte die Bank die Analystenschätzungen von 0,64 US-Dollar deutlich.

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Juristisches Nachspiel und regulatorischer Rückenwind

Trotz der jüngsten Kursgewinne bleibt die Nachrichtenlage durch juristische Meldungen getrübt. Mehrere Anwaltskanzleien halten ihre Untersuchungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Wertpapierrecht aufrecht. Diese Ermittlungen stehen in direktem Zusammenhang mit dem Kurssturz vom 23. Januar. Solche „Investor Alerts“ sind nach signifikanten Kursverlusten zwar üblich, stellen jedoch ein fortlaufendes Risiko für die Reputation und den Aktienkurs dar.

Demgegenüber steht eine positive Entwicklung für den gesamten Sektor der US-Regionalbanken. Am Freitag wurde bekannt, dass das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) die Meldepflichten für Bankkunden lockert. Finanzinstitute müssen die Identität wirtschaftlich Berechtigter nun nicht mehr bei jeder einzelnen Kontoeröffnung prüfen, sofern es sich um einen Bestandskunden handelt. Diese Reduzierung des administrativen Aufwands dürfte die operative Effizienz der Institute steigern.

Fokus auf Unterstützungsmarken

Zum Handelsstart der neuen Woche liegt das Augenmerk der Marktteilnehmer darauf, ob die Aktie das Niveau von 25,60 US-Dollar verteidigen kann. Ein dauerhafter Verbleib oberhalb der 200-Tage-Linie wäre ein Signal für eine nachhaltige Bodenbildung.

Einkommensinvestoren richten ihren Blick zudem auf die Dividendenkontinuität. Trotz der Gewinnverfehlung im letzten Quartal behielt die Bank ihre Quartalsausschüttung von 0,16 US-Dollar je Aktie bei. Die weitere Kursentwicklung wird maßgeblich davon abhängen, ob die operative Erholung die negativen Schlagzeilen aus den laufenden Untersuchungen dauerhaft überlagern kann.

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