North Atlantic France will den Sack zumachen, aber die Realität an der Börse spielt nicht mit. Die geplante Komplettübernahme der Tochtergesellschaft North Atlantic Energies stößt derzeit auf zwei wesentliche Hindernisse: einen davoneilenden Aktienkurs und eine unerwartete Verzögerung im Berichtswesen. Während die Muttergesellschaft den Erwerb des verbleibenden Streubesitzes anstrebt, sorgen neue IT-Systeme und der Ölpreis-Anstieg für eine Zwangspause im Übernahmeprozess.

Neue IT bremst Zeitplan

Eigentlich sollten die geprüften Jahresergebnisse für 2025 am 26. März vorliegen. Das Unternehmen verschob diesen Termin nun jedoch auf den 22. April 2026. Als Grund nennt das Management den zusätzlichen Zeitaufwand für die Abschlussarbeiten, nachdem Ende November neue Management- und Berichtssysteme eingeführt wurden.

Diese Verschiebung hat direkte Folgen für den Übernahmeprozess. Die Veröffentlichung der testierten Zahlen ist eine zwingende Voraussetzung, um das offizielle Angebot (OPAS) bei der französischen Finanzmarktaufsicht AMF einzureichen. Damit rückt der finale Schritt der Übernahme weiter nach hinten.

Diskrepanz beim Übernahmepreis

Das Kernproblem für die Großaktionärin bleibt jedoch die Bewertung. North Atlantic France bietet 28,93 Euro je Aktie in bar an, um die restlichen 17,11 Prozent des Kapitals zu sichern. Das Papier notiert an der Euronext Paris allerdings signifikant über diesem Niveau. Steigende Rohölpreise und geopolitische Unsicherheiten haben den Kurs zuletzt nach oben getrieben.

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Für die Minderheitsaktionäre ist das aktuelle Angebot damit wenig attraktiv. Der Widerstand formiert sich bereits: Der Investor Allan Green hat seine Position zuletzt auf 4,48 Prozent des Grundkapitals ausgebaut und dabei Preise gezahlt, die deutlich über der Offerte der Muttergesellschaft liegen.

Gutachten soll Klarheit bringen

Um den Konflikt zu lösen, wurde die Beratungsgesellschaft Ledouble als unabhängiger Experte bestellt. Das Gutachten wird zeigen, ob der Preis von 28,93 Euro angesichts der veränderten Marktlage noch als angemessen gilt. Davon hängt ab, ob die AMF das Angebot in seiner jetzigen Form überhaupt genehmigt.

Der weitere Fahrplan sieht nun folgende Eckpunkte vor:
- 22. April 2026: Veröffentlichung der geprüften Jahresergebnisse
- 29. April 2026: Publikation des jährlichen Finanzberichts
- 24. Juni 2026: Ordentliche Hauptversammlung

Die Muttergesellschaft plant weiterhin, das offizielle Angebot im Laufe des zweiten Quartals einzureichen. Die Marktdynamik legt jedoch nahe, dass die Offerte ohne eine preisliche Nachbesserung kaum Aussicht auf Erfolg haben dürfte.

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